Ingenieurmäßige Rückwärtsanalyse entschlüsselt den Einsturz einer mittelalterlichen Burg

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Render 3D de un castillo medieval mostrando un análisis de elementos finitos, con zonas de la muralla coloreadas según la tensión estructural (rojo para alta tensión) y trayectorias simuladas de proyectiles sobrevolando la escena.

Rückwärtsingenieurwesen zur Entschlüsselung des Zusammenbruchs einer mittelalterlichen Burg

Eine Gruppe von Forschern wendet Techniken des Rückwärtsingenieurwesens an, um zu verstehen, wie eine mittelalterliche Festung während einer historischen Belagerung versagen konnte. Der Prozess rekonstruiert die Ereignisse digital und kombiniert moderne Technologien des Scannings und der Simulation, um archäologische Hypothesen zu validieren. 🏰

Die Struktur aus den Ruinen rekonstruieren

Der erste Schritt besteht darin, ein präzises 3D-Modell der aktuellen Überreste zu erstellen. Dazu wird Fotogrammetrie mit spezialisierter Software wie Agisoft Metashape verwendet. Dieses anfängliche Modell, das die Geometrie der Ruinen erfasst, wird anschließend in Blender importiert. In dieser Umgebung restaurieren die Experten die Struktur digital und bringen sie in ihre ursprüngliche und vollständige Form vor dem Angriff zurück. Das endgültige Ziel ist es, eine treue virtuelle Nachbildung zu erzeugen, die als Basis für physikalische Simulationstests dient.

Phasen des Modellierens:
  • Daten mit Fotogrammetrie erfassen, um ein detailliertes 3D-Mesh der Ruinen zu erstellen.
  • Die Geometrie in Blender verfeinern und restaurieren, fehlende Teile basierend auf historischen Beweisen rekonstruieren.
  • Das finale optimierte Modell für die Verarbeitung durch Simulationssoftware vorbereiten.
Die virtuelle Nachbildung ist nicht nur ein Bild; es ist ein strukturell konsistentes digitales Zwillingmodell, das für eine simulierte Belagerung vorbereitet ist.

Den Beschuss mit Trebuchets simulieren

Mit dem fertigen Modell wird der Angriff simuliert. Es werden die historischen Parameter der Belagerungsmaschinen eingegeben, wie die maximale Reichweite eines Trebuchets und das Gewicht seiner Geschosse. Eine maßgeschneiderte physikalische Simulationssoftware berechnet Tausende von möglichen Trajektorien unter Berücksichtigung von Variablen wie dem Schusswinkel und dem Luftwiderstand. Diese Analyse ermöglicht es, zu identifizieren, welche Bereiche der Mauer die meisten Treffer erhalten würden und wie viel kinetische Energie sie absorbieren würden. Die Punkte mit der höchsten Wahrscheinlichkeit eines Treffers werden systematisch bestimmt. 💥

Schlüssige Variablen in der Simulation:
  • Parameter der Belagerungsmaschinen: Masse des Geschosses, Winkel und Startkraft.
  • Simulierte Umgebungsbedingungen wie Richtung und Intensität des Windes.
  • Berechnung der Verteilung der Treffer und der an die Struktur übertragenen Energie.

Die Versagenpunkte mit struktureller Analyse validieren

Die Bereiche, die die Simulation als hoch belastet markiert, werden detaillierter analysiert. Es wird Finite-Elemente-Analyse mit Tools wie Ansys oder Abaqus durchgeführt. Diese Simulationen bewerten, wie das Mauerwerk der Burgmauer auf den wiederholten Stress der Treffer reagiert, und suchen nach Spannungskonzentrationen, die einen Riss initiieren oder einen Zusammenbruch verursachen könnten. Die Ergebnisse, die die schwächsten Sektoren der simulierten Struktur zeigen, werden anschließend mit dem tatsächlichen archäologischen Schaden konfrontiert, der in den Ruinen dokumentiert ist. Die Korrelation zwischen den vom Modell vorhergesagten Versagenpunkten und dem beobachtbaren Schaden validiert die Hypothese darüber, wie der Angriff ablief. Ein interessanter Kontrafakt: Hätten in dieser Zeit Kanonen existiert, wäre diese Analyse viel kürzer gewesen und die Ergebnisse, offensichtlich, explosiver. ⚙️