Point2 und AttoTude entwickeln Plastik-Wellenleiter für KI-Rechenzentren

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Diagrama técnico o representación visual de una guía de onda de plástico transparente con haces de luz o señales de terahercios viajando en su interior, conectando dos racks de servidores en un centro de datos moderno.

Point2 und AttoTude entwickeln Plastik-Wellenleiter für KI-Rechenzentren

Der Wettlauf um den Bau leistungsstärkerer Rechenzentren für Künstliche Intelligenz stößt an eine physikalische Grenze: die Kabel. Die Unternehmen Point2 Technology und AttoTude schlagen eine radikale Lösung vor, die Kupfer und Glasfaser hinter sich lässt. Ihre Innovation sind aus Plastik gefertigte Wellenleiter, die im Terahertz-Bereich arbeiten und dafür ausgelegt sind, Daten effizienter zwischen Beschleunigern wie GPUs zu übertragen. 🚀

Eine Antwort auf die Engpässe bei der Vernetzung

Moderne KI-Beschleuniger müssen sich mit extrem hohen Geschwindigkeiten und minimaler Latenz austauschen. Kupferkabel verlieren bei steigender Geschwindigkeit schnell an Signal über kurze Distanzen, und Glasfaser erfordert zwar hohe Geschwindigkeiten, benötigt aber Signalumwandlungen, die Komplexität und Kosten erhöhen. Die Technologie von Point2 und AttoTude zielt auf einen optimalen Mittelweg ab: die hohe Kapazität der Glasfaser mit einem potenziell einfacheren und kostengünstigeren Integrationsformat.

Schlüsselvorteile der Plastik-Wellenleiter:
  • Übertragen bei Terahertz-Frequenzen, was sehr viel höhere Bandbreiten ermöglicht.
  • Nutzen mehrere Kanäle innerhalb eines einzigen Wellenleiters, was die Kapazität für die Datenübertragung vervielfacht.
  • Ihre Herstellung aus Plastik macht sie kostengünstiger in der Produktion als traditionelle Glasfaser-Verbindungen.
Während einige über konventionelle Kabel debattieren, denken andere bereits darüber nach, wie Terabits von Daten durch ein einfaches Plastikrohr bewegt werden können.

So funktioniert das Übertragungssystem

Der Kern dieser Technologie ist ein dielektrischer Plastik-Wellenleiter, der elektromagnetische Signale bei extrem hohen Frequenzen leitet. Durch die gleichzeitige Nutzung mehrerer Wellenkanäle innerhalb eines einzigen Leiters erreicht das System die Übertragung großer Datenmengen über praktische Distanzen in einem Rechenzentrum von 10 bis 20 Metern. Diese Methode verspricht nicht nur höhere Geschwindigkeiten, sondern auch weniger Energieverbrauch pro übertragenem Bit.

Auswirkungen auf die KI-Infrastruktur:
  • Ermöglicht die Verbindung von Tausenden von Beschleunigern (GPUs, TPUs) mit höherer Dichte und geringeren Signallverlusten.
  • Erleichtert das Skalieren von Rechen-Clustern für KI und beseitigt ein zentrales Hindernis in deren Design.
  • Könnte die gesamten Kosten für den Bau und Betrieb von Serverfarmen zur Schulung von KI-Modellen senken.

Die Zukunft der Vernetzung in Rechenzentren

Diese Initiative unterstreicht die kritische Evolution der Vernetzung in Hochleistungs-Umgebungen. Plastik-Wellenleiter stellen einen Paradigmenwechsel dar, bei dem das physische Medium zur Datenbewegung von Grund auf neu gestaltet wird, um spezifische Anforderungen an die Verarbeitung massiver Datenmengen zu erfüllen. Bei erfolgreicher Entwicklung und Einführung könnten sie definieren, wie Rechenzentren der Zukunft gebaut werden – schneller, günstiger und effizienter beim Bewegen von Terabytes innerhalb derselben. 🔌