
Nvidia prüft Fertigung mit Intel 18A, schließt aber keinen Vertrag ab
Laut einem Bericht der Agentur Reuters hat Nvidia Gespräche geführt, um die Fertigung ihrer zukünftigen Chips mit der fortschrittlichen Prozesstechnologie 18A von Intel Foundry zu prüfen. Diese Diskussionen haben jedoch nicht zu einem formellen Vertrag geführt, was bedeutet, dass der Riese im Design von GPUs vorerst mit seinen aktuellen Partnern TSMC und Samsung weitermacht. 🧠
Intels Versuch, externe Kunden zu gewinnen
Intel möchte sein Foundry-Geschäft (foundry) als echte Alternative zu TSMC positionieren. Sein Nodus 18A ist einer seiner fortschrittlichsten und wettbewerbsfähigsten Prozesse. Dass ein Unternehmen wie Nvidia diese Option in Betracht gezogen hat, auch wenn es sich nicht verpflichtet, verleiht Intels Bemühungen, große Silizium-Designer anzuziehen, Glaubwürdigkeit. Dieses gegenseitige Interesse unterstreicht einen breiteren Trend in der Branche.
Schlüsselfaktoren in Nvidias Entscheidung:- Lieferkette diversifizieren: Nach den globalen Problemen suchen Unternehmen wie Nvidia, AMD und Qualcomm, nicht von einem einzigen Hersteller abhängig zu sein.
- Kapazität und Risiko prüfen: Die Übernahme eines neuen Fertigungsprozesses bringt technische Herausforderungen und Fragen zur Produktionskapazität im großen Maßstab mit sich.
- Leistung und Lieferung sicherstellen: Für Nvidia wirkt sich ein Wechsel des Lieferanten direkt auf die Leistung, die Kosten und die Fristen ihrer zukünftigen GPUs und KI-Chips aus.
Das Tanzverhalten möglicher Deals in der Chip-Industrie scheint fast so komplex wie das Silizium selbst.
Auswirkungen auf den Markstatus quo
Diese Nachricht hat zwei Seiten. Einerseits zeigt sie, dass Intel Foundry die Aufmerksamkeit der wichtigsten Akteure erregt. Andererseits offenbart sie die extreme Vorsicht, die diese bei der Betrachtung eines so strategischen Wechsels walten lassen. Die potenziellen Vorteile der Diversifizierung stoßen auf die unmittelbaren Risiken der Störung einer bewährten und optimierten Produktionskette.
Folgen des Beibehaltens des Status quo:- TSMC und Samsung behalten ihre Dominanz: Sie bleiben die bevorzugten Hersteller für Nvidias fortschrittlichste Designs.
- Intel muss seine Technologie beweisen: Es muss zeigen, dass der 18A-Nodus zuverlässig und wettbewerbsfähig in Leistung und Kosten ist, um Vertrauen zu gewinnen.
- Die Branche erkundet weiter: Der Dialog geht weiter, was den Wettbewerbsdruck aufrechterhält und kontinuierliche Prüfung von Alternativen fördert.
Eine ausstehende strategische Entscheidung
Vorläufig überwiegen für Nvidia die wahrgenommenen Risiken eines Wechsels des Lieferanten die Vorteile. Das Unternehmen bevorzugt seine aktuelle Strategie mit etablierten Partnern. Dieser Vorfall macht klar, dass, obwohl das Interesse an Fertigung zu diversifizieren real ist und auf geopolitischen sowie Versorgungsbedürfnissen beruht, die finalen Entscheidungen mit enormer technischer und kommerzieller Vorsicht getroffen werden. Intels Weg, zu einer Foundry der ersten Liga zu werden, hat noch Hindernisse zu überwinden. ⚖️