Neues Fertigungsverfahren revolutioniert Mikrofluidik-Geräte

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Dispositivo microfluídico transparente con canales de 100 micras, creado mediante fotopolimerización en cuba, mostrando su alta resolución y aplicaciones en investigación.

Ein neues Verfahren revolutioniert die Fertigung von Mikrofluidikgeräten

Im Bereich der Technologie und Forschung können Fortschritte in der Fertigung die Art und Weise, wie Geräte entwickelt und genutzt werden, vollständig verändern. Kürzlich haben Forscher der Universität Purdue ein innovatives Verfahren entwickelt, um Mikrofluidikgeräte mit Fotopolymerisation in der Wanne (VPP) herzustellen. Dieses patentantragende Verfahren ermöglicht die Herstellung transparenter Geräte mit unglaublich kleinen Kanälen von nur 100 Mikrometern Breite und 10 Mikrometern Tiefe, was die Produktion dieser Geräte revolutionieren und sie zugänglicher machen könnte.

LCD-Technologie und Ultraviolettlicht als Basis

Das Team von Purdue hat Flüssigkristallanzeige (LCD)-Technologie in Kombination mit Ultraviolettlicht genutzt, um Fotopolymere zu verfestigen, und bietet damit eine Alternative zu traditionellen Fertigungsverfahren. Dieser Ansatz eliminiert nicht nur die Notwendigkeit teurer Ausrüstung und Reinraumbedingungen, sondern ermöglicht auch die Erstellung viel schmalerer Kanäle als mit konventionellen 3D-Drucktechniken wie Fused Filament Fabrication.

„Dieses Verfahren demokratisiert die Produktion von Mikrofluidikgeräten und macht sie zugänglicher und kostengünstiger.“ — Forschungsteam der Purdue-Universität.

Überwindung der Einschränkungen traditioneller Verfahren

Die aktuellen Verfahren zur Herstellung von Mikrofluidikgeräten stoßen auf mehrere Einschränkungen. Die traditionelle Fertigung erfordert mehrere Schritte und spezialisierte Einrichtungen, während konventionelle 3D-Drucktechniken Schwierigkeiten haben, Kanäle schmaler als 500 Mikrometer zu erzeugen. Das neue VPP-Verfahren überwindet diese Beschränkungen nicht nur, sondern bietet auch hohe Auflösung und Transparenz, was es ideal für Anwendungen mit extrem hoher Präzision macht.

Anwendungen in der Analyse einzelner Zellen

Das Forschungsteam unter der Leitung des Assistenzprofessors Huachao Mao hat die Fähigkeiten dieser Technologie erfolgreich in Anwendungen zur Analyse einzelner Zellen demonstriert. Sie haben Kanäle geschaffen, die einzelne Reihen von Krebszellen bilden können, und komplexe Netzwerke entwickelt, die Kapillarverbindungen nachahmen. Diese Fortschritte könnten einen signifikanten Einfluss auf die biomedizinische Forschung haben und detailliertere und präzisere Studien ermöglichen.

Potenzial in mehreren Bereichen

Diese Innovation hat potenzielle Anwendungen in verschiedenen Bereichen wie der biomedizinischen Forschung, Umweltanalysen, Geologie und Fertigung. Mikrofluidikgeräte können kleine Volumina von Material im Mikroliter- oder Nanoliter-Maßstab analysieren, was schnelle und präzise Diagnosetests ermöglicht. Darüber hinaus eröffnet ihre Fähigkeit, komplexe biologische Strukturen nachzuahmen, neue Möglichkeiten in der Erforschung von Krankheiten und der Entwicklung von Therapien.

Die Zukunft verbindet 3D-Druck und 2D-Nanofabrikation

Das Forschungsteam arbeitet derzeit daran, 3D-gedruckte Mikrofluidikgeräte mit konventionellen 2D-Nanofabrikationsverfahren zu kombinieren. Dieses Projekt, unterstützt von der School of Engineering Technology, zielt darauf ab, die Vorteile beider Technologien zu nutzen, um noch fortschrittlichere und vielseitigere Geräte zu schaffen. Mit diesem Ansatz wird erwartet, dass neue Türen in Forschung und Industrie geöffnet werden und die Fertigung von Mikrofluidikgeräten auf ein völlig neues Niveau gehoben wird.

Dieser Fortschritt stellt nicht nur einen wichtigen Schritt in der Fertigungstechnologie dar, sondern hat auch das Potenzial, mehrere Industrien zu transformieren, indem Mikrofluidikgeräte zugänglicher und effizienter denn je gemacht werden.