Mikrobielle Pigmente in Wolken als Biosignaturen zur Erkennung von Leben auf Exoplaneten

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Representación artística de un exoplaneta con nubes teñidas por pigmentos microbianos, mostrando espectros de luz analizados por telescopios espaciales, con detalles de bacterias pigmentadas ampliadas en la atmósfera planetaria

Mikrobielle Pigmente in Wolken als Biosignaturen zur Erkennung von Leben auf Exoplaneten

Die Suche nach außerirdischem Leben könnte eine neue Richtung einschlagen, indem untersucht wird, wie atmosphärische Mikroben die Farbe planetarer Wolken beeinflussen. Diese spektralen Biosignaturen stellen eine vielversprechende Methode dar, um Leben aus der Ferne auf Exoplaneten zu erkennen, ohne Landung oder direkte Probenentnahme 🌌.

Erkennungsmechanismen durch Atmosphärenspektroskopie

Mikrobielle Pigmente wie Carotinoide, Melaninen und Phycobiline absorbieren und reflektieren spezifische Wellenlängen des Lichts. Wenn diese Mikroorganismen in Wolken suspendiert sind, erzeugen sie unterscheidbare spektrale Signaturen, die Teleskope der neuesten Generation in Atmosphären von Exoplaneten identifizieren könnten.

Schlüsselpigmente und ihre spektralen Signaturen:
  • Carotinoide: starke Absorption im Blau-Grün (450-550 nm)
  • Melaninen: breite UV-Absorption mit variabler Reflektanz im Sichtbaren
  • Phycobiline: charakteristische Peaks im Grün-Rot (500-650 nm)
Die Wolken der Erde zeigen uns bereits, wie das Leben die Atmosphäre bemalt – jetzt müssen wir lernen, diese Gemälde auf fernen Welten zu lesen

Anwendung in der Suche nach bewohnbaren Exoplaneten

Die ferne Erkennbarkeit dieser Biosignaturen würde es ermöglichen, zahlreiche Exoplaneten schnell nach Hinweisen auf Leben zu scannen. Zukünftige Weltraumteleskope wie James Webb und das vorgeschlagene Habitable Worlds Observatory könnten diese Techniken in ihre Beobachtungsprogramme integrieren 🔭.

Vorteile der Methode der Atmosphärenerkennung:
  • Erfordert keine Landung oder physischen Kontakt mit dem Zielplaneten
  • Ermöglicht die Untersuchung mehrerer Planeten in relativ kurzer Zeit
  • Kann Leben sogar auf Planeten ohne bewohnbare Oberflächen erkennen

Erdische Forschung als Analogon für Exoplaneten

Die Wissenschaftler kartieren Biosignaturen in verschiedenen terrestrischen Ökosystemen, von alpinen Wolken bis zu polaren Nebeln, um eine Referenzspektralbibliothek zu erstellen. Dieses grundlegende Wissen wird die Identifikation biologischer Signale in Beobachtungsdaten von Exoplaneten beschleunigen 🧪.