
Merck und AMCM schließen sich zusammen, um Tabletten mit 3D-Druck herzustellen
Zwei Giganten ihrer jeweiligen Branchen schließen sich zusammen. Das Pharmaunternehmen Merck und der Spezialist für additive Fertigung AMCM haben eine strategische Zusammenarbeit formalisiert. Ihr Hauptziel ist es, die Herstellung von Tabletten mittels 3D-Drucktechniken zu entwickeln und zu skalieren, ein Schritt, der die Art und Weise, wie Medikamente produziert werden, verändern könnte. 🧪
Präzise Dosierung durch Pulverbett-Schmelzverfahren
Der Kern dieser Initiative ist die Technologie des 3D-Drucks durch Pulverbett-Schmelzverfahren. Dieser Prozess modelliert nicht nur die äußere Form der Tablette, sondern ermöglicht auch das Design von komplexen inneren Strukturen. Diese Strukturen sind entscheidend, um zu steuern, wie und wann der Wirkstoff im Körper freigesetzt wird. So kann die Dosis und die Absorptionsrate genau angepasst werden, was für Behandlungen mit spezifischer Freisetzung vital ist.
Schlüssige Vorteile dieses Ansatzes:- Präzise Dosiskontrolle: Jede Tablette kann die exakt benötigte Menge an Wirkstoff enthalten.
- Programmierte Freisetzung: Die inneren Strukturen ermöglichen maßgeschneiderte Auflösungsprofile.
- Komplexe Geometrien: Formen können hergestellt werden, die mit traditionellen Pressverfahren unmöglich wären.
Diese Allianz zielt darauf ab, die Vorteile der additiven Fertigung zu erkunden, um Medikamente präziser und personalisierter herzustellen.
Den Weg vom Labor zum Patienten beschleunigen
Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf die Herstellung, sondern soll den gesamten Prozess optimieren. Durch die Integration des 3D-Drucks in die frühen Phasen streben sie eine drastische Reduzierung der Zeit an, die benötigt wird, um ein neues Medikament vom Konzept bis zum Bedürftigen zu bringen. Diese agile Methode erleichtert auch die Produktion kleiner Chargen für klinische Studien oder die Erstellung von Medikamenten, die auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt sind.
Ziele der Prozessoptimierung:- Entwicklungszeiten verkürzen: Den Übergang vom Design zur Produktion beschleunigen.
- Kleine Chargen erleichtern: Begrenzte Mengen für klinische Studien effizient produzieren.
- Personalisierung ermöglichen: Behandlungen für spezifische Patientenprofile erstellen.
Die Zukunft der personalisierten Medikation
Diese Allianz weist den Weg zu einer Zukunft, in der pharmakologische Behandlungen so einzigartig sein könnten wie die Patienten selbst. Über die Funktionalität hinaus eröffnet die Technologie sogar Möglichkeiten wie 3D-Marken oder Logos, die direkt in die Tablette integriert sind. Die Vereinigung der pharmazeutischen Expertise von Merck und des technischen Wissens von AMCM könnte die Standards der Medikamentenproduktion neu definieren. 💊