
Die Geschichte von Spider-Man auf der großen Leinwand hat im Laufe der Jahre zahlreiche Transformationen durchlaufen. Von der Version von Sam Raimi bis zur Integration des Charakters in das Marvel Cinematic Universe, hat jede Iteration eine andere Sicht auf den ikonischen Helden geboten. Eines der faszinierendsten Kapitel ist jedoch das, das nie realisiert wurde: der dritte Teil von The Amazing Spider-Man, ein abgesagtes Projekt, das den Kurs des Charakters hätte verändern können.
Die gekappte Zukunft der Saga mit Andrew Garfield
Nach der Premiere von The Amazing Spider-Man 2 hatte Sony ehrgeizige Pläne, dieses Universum zu erweitern. Der dritte Film versprach, Peter Parker gegen eine Koalition von Schurken unter der Führung von Oscorp antreten zu lassen, mit Charakteren wie Doctor Octopus, Rhino, Vulture, Kraven und Mysterio. Darüber hinaus war ein Spin-off der Sinister Six geplant, was dieses kinematografische Universum noch weiter ausgebaut hätte.
Faktoren, die zur Absage führten
Die Produktion des Films stieß auf verschiedene Hindernisse, die letztendlich sein Schicksal besiegelten. Zu den bedeutendsten gehörten:
- Gemischte Rezeption: Obwohl der zweite Teil an den Kinokassen erfolgreich war, fiel die Kritik nicht durchweg positiv aus.
- Interne Probleme bei Sony: Konflikte in der kreativen Leitung und Differenzen mit dem Cast erschwerten die Planung.
- Der Sony-Hack 2014: Die Veröffentlichung interner E-Mails schwächte das Vertrauen des Studios in seine eigenen Pläne.
- Das Abkommen mit Marvel Studios: Die Möglichkeit, Spider-Man ins MCU zu integrieren, veränderte den Fokus des Studios.
Die Geschichten, die in der Luft hängen
Einer der auffälligsten Handlungsstränge, der in The Amazing Spider-Man 3 erforscht worden wäre, war die Rückkehr von Richard Parker, dem Vater von Peter. In einer gelöschten Szene des zweiten Films wird angedeutet, dass er heimlich am Leben ist und seinen Sohn aus den Schatten heraus beobachtet. Diese Enthüllung hätte eine Schlüsselrolle in der Handlung gespielt und möglicherweise mit Peters Kampf gegen Oscorp verbunden werden sollen.
Das Rätsel um Richard Parker
Einige Fan-Theorien deuten darauf hin, dass der Richard Parker, der im dritten Film erscheinen sollte, nicht der echte gewesen wäre, sondern eine Manipulation des Chamäleons, eines Schurken, der sein Aussehen verändern kann. Dies hätte der Geschichte von Peter Parker eine neue Schicht aus Mysterium und Verrat hinzugefügt.
"Jede Version von Spider-Man bringt etwas Einzigartiges, aber einige Geschichten blieben im limbo, in der Hoffnung, irgendwann erzählt zu werden."
Das Vermächtnis dieser Saga in aktuellen Projekten
Obwohl der dritte Teil nie realisiert wurde, scheinen Elemente seiner Geschichte in jüngsten Projekten von Marvel Studios einen neuen Platz zu finden. Mit dem Launch von Your Friendly Neighborhood Spider-Man, einer animierten Serie in Entwicklung, haben einige Fans Ähnlichkeiten mit den Ideen für den abgesagten dritten Film bemerkt.
Wiederaufgenommene Elemente in neuen Geschichten
- Das Konzept einer Verschwörung um Peter und Oscorp ist in verschiedenen Versionen des Charakters weiterhin präsent.
- Die Rückkehr klassischer Schurken war in jüngsten Produktionen zu sehen, wie im Multiversum des Spider-Man von Tom Holland.
- Die Erkundung unterschiedlicher Realitäten ermöglicht es Charakteren wie Andrew Garfield und Tobey Maguire, zurückzukehren.
Schlussfolgerung: eine Geschichte, die noch nachhallt
Obwohl The Amazing Spider-Man 3 nie gedreht wurde, lebt sein Vermächtnis in der Vorstellungskraft der Fans des Charakters weiter. Die Evolution von Spider-Man im Kino geht weiter, und die damals verworfenen Ideen könnten in zukünftigen Produktionen wiederauferstehen. Mit dem Multiversum im Spiel bleibt die Möglichkeit, ein Ende für diese Version von Peter Parker zu sehen, ein Thema von Debatte und Hoffnung für die Fans.