Innovative Filmtechnologie in 28 Years Later mit mehreren iPhones

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Danny Boyle dirigiendo una escena de 28 Years Later con un rig circular de multiples iPhones capturando accion desde diferentes angulos simultaneamente.

Das Horror-Genre revolutionieren mit Taschen-Technologie 📱

Die neue Folge der Saga, 28 Years Later, verbindet Tradition und Technologie auf überraschende Weise unter der Regie des Veteranen Danny Boyle. Als Anspielung auf den hausgemachten Stil des Originals 28 Days Later—das mit einer digitalen MiniDV-Videokamera gedreht wurde—nutzt Boyle nun ein Rig mit bis zu 20 iPhones, um Schlüsselszenen mit innovativer visueller Erzählweise einzufangen. Dieser moderne Ansatz hält das digitale Erbe der Saga am Leben, während er es an die Gegenwart anpasst, und zeigt, dass technische Innovation aus zugänglichen Werkzeugen entstehen kann.

Bullet Time aus der Tasche mit kreisförmigem iPhone-Rig

Boyle beschreibt seine Konfiguration als Bullet Time aus der Tasche. Mit bis zu 20 iPhones in einem Halbkreis angeordnet, fängt das Team Sequenzen in 180 Grad auf, die es in der Nachbearbeitung ermöglichen, verschiedene Winkel auszuwählen und dynamische Szenen eindrucksvoller Gewalt zu erzeugen. Dieser Ansatz reduziert nicht nur die Kosten im Vergleich zu traditionellen Kamerasystemen, sondern bietet auch eine beispiellose kreative Flexibilität—jedes iPhone fungiert als unabhängige Kamera und liefert mehrere Perspektiven derselben Aktion in Echtzeit. 🎬

Ultra-panoramatisches Format für erweiterte Spannung

Der Film setzt auf ein ultra-panoramatisches Format von 2.76:1, ähnlich wie bei klassischen 70mm-Filmen, aber mit einem modernen Twist. Dieser extrem breite Bildausschnitt:

Die Wahl ist nicht nur ästhetisch; sie ist strukturell mit der Erzählung von Paranoia und allseitiger Gefahr verknüpft.

Wenn das Format das Auge zwingt, nach der Gefahr zu suchen, wird der Horror zu einer aktiven, nicht passiven Erfahrung.

Mobilität und technische Herausforderungen

Die Wahl des iPhone war nicht nur ästhetisch—sie ermöglichte Mobilität und Wendigkeit an abgelegenen Drehorten wie dem wilden Northumbria. Allerdings brachte sie erhebliche technische Herausforderungen mit sich:

Das Team löste diese Probleme mit flexiblen Lösungen im Workflow, einschließlich maßgeschneiderter Software und manueller Anpassungen.

Digitales Erbe und technologische Ironie

Es ist tief ironisch, dass das, was als hausgemachter Low-Budget-Effekt begann—die MiniDV-Videokamera des ersten 28 Days Later—durch das Gerät, das wir alle in der Tasche haben, zu modernem digitalem Luxus wurde. Die Evolution spiegelt nicht nur technologische Fortschritte wider, sondern auch eine kreative Philosophie: zugängliche Werkzeuge nutzen, um mächtige kinematografische Ergebnisse zu erzielen. Wo früher eine Kamera war, gibt es jetzt zwanzig; wo früher digitaler Körnungsrausch war, gibt es jetzt 4K-Auflösung; aber der Geist der Innovation unter Einschränkungen bleibt identisch.

Am Ende ist der wahre Zombie nicht der Infizierte auf der Leinwand, sondern die Idee, dass man teures Equipment braucht, um innovatives Kino zu machen. Boyle beweist es: Manchmal ist die beste Kamera die, die du schon hast... mal zwanzig. 😅