I Hate Fairyland: eine gewalttätige Parodie der Märchen

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Portada del cómic I Hate Fairyland mostrando a la protagonista Gertrude, con apariencia de niña cartoon, blandiendo un hacha gigante y con expresión furiosa, en un entorno colorido y fantástico teñido de elementos de humor negro.

I Hate Fairyland: eine gewalttätige Parodie auf die Märchen

Der Künstler Skottie Young entwickelt die Serie I Hate Fairyland, ein Werk, das radikal dekonstruiert die Essenz klassischer Kindergeschichten. Die Prämisse dreht sich um Gertrude, ein Mädchen, das in ein magisches Reich gelangt, aber nicht nach Hause zurückkehren kann. Nach drei Jahrzehnten ist sie immer noch gefangen mit dem Körper eines kleinen Mädchens, obwohl ihr Geist der einer zynischen erwachsenen Frau mit einer ausgeprägten Neigung zur Aggression geworden ist. Ihr Ziel ist es, einen verzauberten Schlüssel zu finden, um zurückzukehren, ein Ziel, das sie mit einer riesigen Axt verfolgt und eine klar psychopathische Haltung zeigt. Diese Serie kehrt vollständig um die fröhliche und unschuldige Fantasy-Narrative. 🪓

Der visuelle Kontrast definiert den Ton des Werks

Der Zeichentstil, den Young verwendet, zeichnet sich durch eine sehr lebendige und übertriebene Cartoon-Ästhetik aus. Die Charaktere haben riesige Augen und die Welt ist mit intensiven Farben gemalt. Diese visuelle Erscheinung, die normalerweise mit Inhalten für Kinder assoziiert wird, prallt kontinuierlich zusammen mit Szenen, die explizite grafische Gewalt und reichlich Blut zeigen. Dieser Zusammenprall zwischen visuell Niedlichem und brutalen Handlungen bildet die Grundlage des schwarzen Humors, der die Geschichte durchdringt. Die chaotische Energie der Illustrationen unterstreicht den absurden und transgresiven Ton der Erzählung.

Zentrale Elemente der Parodie:
  • Gefangene Protagonistin: Gertrude ist ein frustriertes Erwachsenes im Körper eines Mädchens, was ihren Zynismus und ihre Gewalt nährt.
  • Täuschende Ästhetik: Ein farbenfrohes und kindliches Design, das mit dem reifen und grafischen Inhalt kontrastiert.
  • Handlungsantrieb: Die obsessive und gescheiterte Suche nach einem magischen Schlüssel, um aus der Märchenwelt zu entkommen.
Das nächste Mal, wenn eine Patentante dir einen Wunsch anbietet, überleg es dir zweimal und lies die kleinen Buchstaben im magischen Vertrag.

Eine Satire, die auf Frustration aufbaut

Die Handlung schreitet voran durch die wiederholten und gescheiterten Versuche von Gertrude, einen Ausweg zu finden, und ihre Interaktion mit den Bewohnern des Ortes, die sie gewöhnlich mit Verachtung und Aggressivität behandelt. Jeder Handlungsbogen parodiert ein Tropus oder klassisches Element der Märchen, von verzauberten Reichen bis zu fantastischen Kreaturen, und entkleidet sie systematisch ihres ursprünglichen Charmes. Die Frustration, die die Protagonistin über Jahre ansammelt, dient als Antrieb für einen säurebitteren und visuell eindrucksvollen Humor.

Schlüssel narrative Mechanismen:
  • Feindselige Interaktion: Gertrude interagiert mit den Wesen des Ortes durch Verachtung und physische Aggression.
  • Dekonstruktion von Tropen: Klassische Fantasy-Elemente werden aus zynischer und gewalttätiger Perspektive dargestellt.
  • Säurebitterer Humor: Der Ton basiert auf der angesammelten Frustration und extrem gewalttätigen Situationen.

Schluss: Ein Werk, das das Genre neu definiert

I Hate Fairyland etabliert sich als ein Werk, das die Regeln der traditionellen Fantasy verändert. Durch den Kontrast zwischen einer anscheinend kindlichen Kunst und einer Narrative voller Gewalt und Zynismus schafft Skottie Young eine mächtige und einprägsame Satire. Die Serie parodiert nicht nur die Märchen, sondern nutzt sie als Kulisse, um Frustration und den dunkleren Humor zu erkunden, und hinterlässt einen markanten Abdruck in der Welt des Independent-Comics. 🧚‍♂️⚔️