Griechenland erleidet sozialen Verfall durch Sparpolitik

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Manifestantes griegos protestan frente a un edificio gubernamental con pancartas que critican los recortes y la austeridad, bajo un cielo nublado.

Griechenland erleidet einen sozialen Verfall durch die Austeritätspolitik

Die Austeritätspolitik, die die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds Griechenland nach der Schuldenkrise von 2010 auferlegt haben, verändert tiefgreifend seine soziale Struktur. Die wiederholten Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, die Strukturreformen und Privatisierungen sollen die Finanzen des Landes ausgleichen, zerstören aber zugleich die Grundlagen des Wohlfahrtsstaats. Dieser Prozess trifft die Bürger direkt, die spüren, wie der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen eingeschränkt wird und ihre Arbeitsrechte abgebaut werden. 📉

Gesundheit und Bildung tragen die Last der Kürzungen

Das griechische Gesundheitssystem funktioniert mit knappen Ressourcen nach Jahren der Budgetkürzungen. Öffentliche Krankenhäuser arbeiten mit Personalmangel und unzureichender Ausstattung, was Wartezeiten verlängert und die Qualität der medizinischen Versorgung mindert. Parallel dazu erleidet der Bildungsbereich ähnliche Kürzungen, die die Schülerzahlen pro Klasse erhöhen und die Investitionen in Infrastruktur verringern. Diese Entscheidungen gefährden das zukünftige Humankapital des Landes und vergrößern die Ungleichheitslücken, da nur diejenigen, die sich private Dienstleistungen leisten können, eine optimale Versorgung erhalten.

Direkte Folgen für die öffentlichen Dienste:
  • Krankenhäuser mit Mangel an Material und medizinischem Personal, was die Notfallversorgung beeinträchtigt.
  • Überfüllte Klassenzimmer und fehlende Investitionen zur Erneuerung von Bildungseinrichtungen.
  • Wachsende Abhängigkeit von privater Gesundheits- und Bildungsvorsorge für diejenigen, die sie bezahlen können.
Das Vertrauen in europäische und nationale Institutionen schwindet und nährt ein Klima des Unmuts und der politischen Polarisierung.

Die Beschäftigung wird prekär und die Gesellschaft spaltet sich

Die Arbeitsmarktreformen flexibilisieren den Markt, erzeugen aber auch unsichere Beschäftigung mit einem deutlichen Anstieg temporärer und Teilzeitverträge. Die Arbeitslosigkeit, insbesondere unter der jungen Bevölkerung, bleibt auf hohem Niveau, was eine ständige Abwanderung qualifizierter Talente antreibt. Die Armuts- und Ausgrenzungsraten steigen, während familiäre und gemeinschaftliche Netzwerke versuchen, die Lücken des Staates zu füllen.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und den sozialen Zusammenhalt:
  • Zunahme der Arbeitsunsicherheit mit temporären Verträgen und niedrigen Löhnen.
  • Hohe Jugendarbeitslosigkeit, die die Emigration von Fachkräften motiviert.
  • Ausbreitung der Armut und stärkere Abhängigkeit von familiären Bindungen zum Überleben.

Ein transformiertes soziales Panorama

Das Ergebnis ist eine Gesellschaft, in der ironischerweise viele Bürger mehr Freizeit haben, nicht aus Vergnügen, sondern weil sie ihren Job verloren haben oder längere Schlangen für Sozialhilfe anfstehen müssen. Die Politiken, die die Wirtschaft stabilisieren sollten, haben letztlich die grundlegenden Säulen des sozialen Schutzes erodiert und tiefe Spuren in der Lebensqualität und dem Vertrauen der Griechen in das europäische Projekt hinterlassen. 🤝