Getty Images und Shutterstock, zwei der größten Unternehmen im Markt für Stockfotos, haben ihre Fusion angekündigt und schaffen damit ein neues Unternehmen mit einem Wert von 3,7 Milliarden US-Dollar. Diese Vereinbarung ermöglicht es, ihre umfangreichen Sammlungen visuellen Inhalts zu kombinieren, was die Art und Weise, wie Bilder weltweit verwaltet und verteilt werden, zu transformieren verspricht.
Details der Fusion
Falls die Regulierungsbehörden die Vereinbarung genehmigen, wird das kombinierte Unternehmen Getty Images Holdings heißen. Die Aktionäre von Getty werden 54,7 % des neuen Unternehmens besitzen, während die von Shutterstock 45,3 % halten. Diese Fusion ermöglicht es beiden Unternehmen, ihre Stärken im Markt für Bilder und Multimedia-Inhalte zu konsolidieren.
Vereinigung der Inhaltsbibliotheken
Beide Unternehmen besitzen massive Bibliotheken visuellen Inhalts. Getty Images verfügt über mehr als 80 Millionen lizenzierbare Bilder, wobei ihr vollständiger Katalog noch umfangreicher ist. Darüber hinaus betreibt es beliebte Plattformen wie iStock und Unsplash. Shutterstock hingegen hat ein noch umfangreicheres Portfolio, das Folgendes umfasst:
- Pond5 – Videobibliothek.
- PremiumBeat – Audiobibliothek.
- TurboSquid – Bibliothek für 3D-Modelle.
- Envato – Multifunktionale Bibliothek.
Im September 2024 verfügte Shutterstock über mehr als 530 Millionen visuelle Assets auf seiner Plattform.
Erwarteter Einfluss der Fusion
Die Fusion ermöglicht es beiden Unternehmen, Kosten zu senken und die Investitionen in neue Technologien zu steigern. Es wird erwartet, dass Einsparungen von bis zu 200 Millionen US-Dollar in den nächsten drei Jahren erzielt werden. Darüber hinaus kann das neue Unternehmen stärker in Bereiche wie generative künstliche Intelligenz investieren, was die automatisierte Erstellung visuellen Inhalts vorantreiben wird.
Investitionen in aufstrebende Technologien
Eines der Ziele der Fusion ist es, die Investitionen in aufstrebende Technologien, insbesondere in künstliche Intelligenz, zu erhöhen. Sowohl Getty als auch Shutterstock haben bereits Dienste für KI-generierte Bilder eingeführt, die mit ihren eigenen Inhalten trainiert wurden. Zudem entwickelt Shutterstock einen Dienst, der Text in 3D-Modelle umwandelt, der derzeit in der Beta-Phase ist.
„Angesichts des rasanten Anstiegs der Nachfrage nach ansprechendem visuellen Inhalt in allen Branchen ist jetzt der beste Zeitpunkt, um uns zu vereinen“, erklärte Craig Peters, CEO von Getty Images.
Reaktionen auf die Ankündigung
Die Nachricht von der Fusion wurde von den Investoren positiv aufgenommen, die einen Anstieg des Aktienwerts beider Unternehmen verzeichneten. Die Reaktion der Künstler war jedoch weniger enthusiastisch. Einige sehen in dieser Fusion einen weiteren Schritt hin zu einer stärkeren Konzentration des Marktes für Stockfotos, was die Provisionssätze für Fotografen negativ beeinflussen könnte.
Die Zukunft der Bildbranche
Mit der Gründung von Getty Images Holdings wird erwartet, dass das neue Unternehmen eine noch stärkere Kontrolle über den Markt für Stockfotos erlangt, was die Dynamik verändern könnte, in der Künstler mit diesen Plattformen interagieren. Trotz der Kritik sind die Wachstumschancen durch Technologieentwicklungen klar, insbesondere durch den Einsatz künstlicher Intelligenz.