Fotografieren mit absichtlicher Verschiebung des Smartphones (ICM)

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Fotografía abstracta urbana nocturna creada con la técnica de desplazamiento intencional del móvil, mostrando rastros de luz y color que simulan una pintura impresionista.

Fotografieren mit absichtlicher Verschiebung des Smartphones (ICM)

Die Technik, bekannt als absichtliche Verschiebung des Smartphones oder ICM, bricht mit der Norm, die Szene einzufrieren. Stattdessen bewegt der Fotograf die Kamera absichtlich, während der Verschluss geöffnet ist, und zeichnet so die Spur der Bewegung auf, um visuelle Abstraktionen zu erzeugen. Diese Methode interpretiert Landschaften und urbane Umgebungen neu und verleiht ihnen eine Qualität, die an impressionistische Malerei erinnert. 🎨

Die Kamera für den ICM-Effekt vorbereiten

Um diesen Effekt zu erzielen, ist es grundlegend, im manuellen Modus zu arbeiten und die Parameter präzise zu kontrollieren. Es wird eine langsame Verschlusszeit benötigt, die von 1/15 Sekunde bis zu mehreren Sekunden reichen kann. Um diese Zeit zu ermöglichen, ohne dass das Bild überbelichtet wird, wird ein niedriger ISO-Wert (wie 100) und ein geschlossenes Blende (z. B. f/16) eingestellt. Jede Stabilisierung wird deaktiviert und man fokussiert manuell auf einen konkreten Punkt. Ein Stativ wird nicht verwendet, da der eigene Körper als flexibles Gestell dient, um die Bewegung zu lenken. 📸

Schlüsselkonfiguration Schritt für Schritt:
  • Verschlusszeit einstellen: Eine lange Belichtungszeit wählen, zwischen 1/15s und mehreren Sekunden.
  • Licht kontrollieren: ISO 100 und eine geschlossene Blende (f/16 oder mehr) verwenden, um auszugleichen.
  • Kamera vorbereiten: Stabilisierung deaktivieren und manuell auf den gewünschten Punkt fokussieren.
ICM geht nicht darum, einen Augenblick einzufrieren, sondern darum, mit Licht und Zeit zu malen, indem man die Kamera als Pinsel verwendet.

Die Bewegungen während der Belichtung ausführen

Das Endergebnis hängt vollständig vom Typ der ausgeführten Bewegung ab. Jede Geste erzeugt ein anderes Muster aus Licht und Form und verwandelt die Realität in eine einzigartige Komposition.

Bewegungsarten und ihre Effekte:
  • Rotierende Drehung: Beim Drehen der Kamera um ihre Achse entstehen Wirbel und Spiralen aus Farben.
  • Lineares Schwenken: Das Bewegen der Kamera vertikal oder horizontal erzeugt Streifen und definierte gerade Striche.
  • Zoom-Bewegung: Wenn das Objektiv es erlaubt, das Betätigen des Zooms während der Belichtung erzeugt eine Lichtexplosion, die aus dem Zentrum hervorzubrechen scheint.

Der Prozess des Testens und Lernens

Das Meistern dieser Technik erfordert Geduld, da die Ergebnisse inhärent unvorhersehbar sind. Es handelt sich um einen ständigen Zyklus aus Testen, Überprüfen auf dem Bildschirm und Anpassen. Statt eine starre Komposition zu planen, lernt der Fotograf, den Rhythmus der Bewegung wahrzunehmen und auf die Szene zu reagieren. Die Experimentierung durch Kombinieren von Gesten und Variieren ihrer Geschwindigkeit ist entscheidend, um neue Texturen und visuelle Empfindungen zu entdecken. Es ist ein aktiver Dialog zwischen dem Autor, der Kamera und der Bewegung. ✨