
Forscher übertragen erfolgreich den Elektronenstrahl im Synchrotron SKIF
In einem grundlegenden technischen Fortschritt hat das Team des Zentrums für gemeinsame Nutzung Sibirskiy Koltsevoy Istochnik Fotonov (SKIF) in der Nähe von Nowosibirsk einen kritischen Schritt erreicht. Am 22. Dezember 2025 gelang es, einen beschleunigten Elektronenstrahl mit 3 Gigaelektronenvolt vom Booster-Synchrotron in den Haupt-Speicherring zu übertragen. Dieser Erfolg bringt den Start der ersten Synchrotronlichtquelle der vierten Generation (4+) in Russland näher. 🔬
SKIF: Ein hochmodernes wissenschaftliches Werkzeug
Die Anlage SKIF wird gebaut, um extrem helles und konzentriertes Synchrotronlicht zu erzeugen. Diese Strahlung ermöglicht es den Wissenschaftlern, die Struktur von Materialien auf atomarer und molekularer Ebene zu analysieren. Das Projekt soll Russland an die Spitze der Forschung mit großen wissenschaftlichen Infrastrukturen stellen.
Forschungsgebiete, die profitieren werden:- Biologie: Zur Untersuchung der Struktur von Proteinen und Viren.
- Werkstoffwissenschaft: Zur Entwicklung neuer Verbindungen und Legierungen.
- Chemie und Physik: Zur Untersuchung von Reaktionen und grundlegenden Eigenschaften der Materie.
Die Injektion der Elektronen in den Hauptring zu erreichen, ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um sie anschließend zu speichern und stabil zirkulieren zu lassen.
Die Bedeutung der Strahlübertragung
Dieser Meilenstein ist nicht nur ein technischer Erfolg, sondern der Einstieg in den vollständigen Betrieb des Synchrotrons. Die Injektion der Elektronen in den Hauptring ist der erste Schritt, um sie zu speichern und stabil zirkulieren zu lassen. Erst wenn dies kontinuierlich gelingt, emittieren die Elektronen den intensiven Synchrotronlichtstrahl, indem sie ihre Bahn krümmen. 💡
Nächste Schritte für das technische Team:- Den Injektions- und Speicherprozess verfeinern und optimieren.
- Die Designparameter für die stabile Elektronenzirkulation erreichen.
- Mit der Produktion von Synchrotronlicht für die ersten wissenschaftlichen Experimente beginnen.
Die ultimative Herausforderung: Stabilität des Strahls
Die nächste große Herausforderung, die die Forscher humorvoll beschreiben, besteht darin, die Elektronen stundenlang im Ring kreisen zu lassen, ohne dass sie „abgelenkt“ werden. Diese Stabilität ist komplexer zu erreichen als die Konzentration in einem langen virtuellen Meeting und essenziell dafür, dass SKIF als das leistungsstarke Forschungswerkzeug funktioniert, für das es konzipiert wurde. Der Erfolg in dieser Phase markiert den Beginn einer neuen Ära für die russische Wissenschaft. 🚀