
Falsches digitales Infrarot: Den Effekt ohne Filter nachstellen
Das traumhafte Aussehen der Infrarotfotografie erfordert keine spezielle Film mehr und auch keine Modifikation der Kamera-Hardware. Mit der Technik des falschen digitalen Infrarots kannst du deine Fotos in Editoren wie Photoshop oder GIMP transformieren, indem du die Farbkanäle manipulierst. Das Ergebnis ist eine surreale Farbpalette, in der die Realität neu interpretiert wird. 🌌
Der Kern des Prozesses: Die Kanäle manipulieren
Der grundlegende Schritt zur Erzeugung dieses Effekts besteht darin, die Informationen zwischen dem roten und dem blauen Kanal des Bildes zu tauschen. Diese Aktion invertiert die typische spektrale Antwort der digitalen Sensoren. Um das auszuführen, öffne dein Bild in der Software und greife auf das Kanal-Panel zu. Wähle und kopiere alle Informationen des roten Kanals, dann füge sie über den blauen Kanal ein. Dieser Tausch ist der Auslöser für die visuelle Transformation.
Schlüssel-Schritte nach dem Tausch der Kanäle:- Die Sättigung spezifischer Farben erhöhen, insbesondere Cyan- und Magentatöne, um den Kontrast zu intensivieren.
- Ebenen oder Kurven anpassen, um den globalen Kontrast des Bildes auszugleichen, da der Himmel dunkler wird und die Vegetation heller.
- Das Weißabgleich korrigieren, falls nach dem Hauptprozess unerwünschte Farbdominanz erscheint.
Der Tausch der Kanäle rot und blau ist das Herz des Effekts. Ohne ihn gelingt die charakteristische Farbpalette nicht.
Für ein professionelles Ergebnis optimieren
Damit der Effekt überzeugender und von höherer Qualität ist, empfiehlt es sich, mit RAW-Dateien zu starten. Dieses Format erfasst einen überlegenen Dynamikbereich, was dir mehr Spielraum für die Farbmanipulation ohne Detailverlust gibt. Ideale Szenen haben meist üppiges Laub und klare Himmel, da der Kontrast zwischen diesen Elementen maximiert wird.
Tipps zum Feinschliff des Endergebnisses:- Mit Anpassungsebenen arbeiten, um einen nicht-destruktiven Workflow zu wahren und Parameter später modifizieren zu können.
- Einen leichten Gaßschen Weichzeichner anwenden, um Übergänge zu glätten und das ätherische Aussehen der analogen Infrarotfotografie nachzuahmen.
- Daran erinnern, dass der Effekt so wirken kann, als wäre es Nacht, aber die Szene wurde bei vollem Tageslicht aufgenommen.
Schluss über die Technik
Das falsche digitale Infrarot ist eine zugängliche Technik, die eine Welt kreativer Möglichkeiten eröffnet. Indem du den Kanaltausch und die anschließenden Anpassungen von Sättigung und Kontrast beherrschst, kannst du gewöhnliche Szenen in Landschaften aus einer anderen Welt verwandeln. Die Verarbeitung ab RAW und die Nutzung von Ebenen erlauben risikofreies Experimentieren und erzielen diese surrealistische und eindringliche Ästhetik, die die Infrarotfotografie charakterisiert. ✨