Excamera Labs entwickelt Werkzeug zum Zusammenbau von 3D-gedruckten Gehäusen für kleine Produktionen

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Herramienta modular impresa en 3D ensamblando una caja de carton en un entorno de taller, con guias y ranuras visibles.

Wenn das 3D-Drucken die Arbeitskleidung anzieht

Excamera Labs hat eine clevere Lösung für ein häufiges Problem in kleinen Werkstätten und Produktionslinien vorgestellt: den manuellen Zusammenbau von Kartons. Ihr Prototyp ist ein vollständig 3D-gedrucktes Werkzeug, das jeden Schritt des Zusammenbaus leitet, vom Falten der Klappen bis zum Einrasten der Laschen. 🧰 Die Idee ist so einfach wie effektiv: die Vielseitigkeit des parametrischen Designs und der additiven Fertigung nutzen, um maßgeschneiderte Montagehilfen zu erstellen, menschliche Fehler zu reduzieren und Prozesse zu beschleunigen, ohne in teure industrielle Maschinen investieren zu müssen. Es ist die Demokratisierung des Produktionswerkzeugs.

Ein modulares Design für jede Kartonform

Der Schlüssel dieses Werkzeugs ist seine Modularität. Statt ein starres Stück zu sein, ist es als System aus Komponenten konzipiert, die je nach Abmessungen und Typ des zu montierenden Kartons gedruckt und kombiniert werden können. 📦 Durch Aussparungen, Führungen und Anschläge gedruckt, muss der Bediener nur den physischen Anweisungen des Werkzeugs folgen, um einen perfekten Zusammenbau durchzuführen. Wenn sich das Kartondesign ändert, reicht es, die CAD-Datei zu modifizieren und die neuen Module zu drucken – eine Agilität, die mit traditionellen Metallwerkzeugen unmöglich ist.

Zugängliche Materialien und lokale Produktion

Ein großer Erfolg des Konzepts ist die Abhängigkeit von gängigen Materialien im 3D-Druck FDM wie PLA, PETG oder ABS. Das bedeutet, dass jede Werkstatt mit einem einfachen 3D-Drucker ihre eigenen Werkzeuge auf Abruf herstellen kann. 🌍 Die Notwendigkeit, auf Bestellungen bei externen Lieferanten zu warten oder veraltete Werkzeuge zu lagern, entfällt, was eine lokalere und nachhaltigere Produktion fördert. Der CO₂-Fußabdruck durch den Transport schwerer Werkzeuge wird drastisch reduziert.

Das beste Werkzeug ist nicht immer das robusteste, sondern das, das sich am schnellsten an Veränderungen anpasst.

Vorteile für den kleinen Produzenten

Für einen kleinen Unternehmer oder eine Werkstatt mit variablen Produktionen sind die Vorteile erheblich. Die Anfangskosten sind viel niedriger als bei einem Werkzeug aus Stahl oder Aluminium, und die Entwicklungszeit für einen funktionalen Prototypen verkürzt sich von Wochen auf Stunden. 💡 Die Möglichkeit, ein Design zu testen, Fehler zu identifizieren und eine verbesserte Version am selben Tag zu erzeugen, beschleunigt die Iteration und Optimierung der Verpackungsprozesse enorm. Es ist die agile Philosophie angewandt auf die physische Fertigung.

Praktische Einschränkungen zu beachten

Wie jedes Prototyp hat es seine Einschränkungen. Die Haltbarkeit des gedruckten Plastiks ist in intensiven und kontinuierlichen Produktionsumgebungen nicht mit Metall vergleichbar. Verschleiß durch Reibung oder Exposition gegenüber hohen Temperaturen kann die Präzision und Lebensdauer beeinträchtigen. ⚠️ Zudem hängt die finale Qualität des Werkzeugs direkt von der Kalibrierung des Druckers und der Geschicklichkeit des Bedieners ab. Es ist keine Lösung für eine 24/7-Montagelinie, aber durchaus für bescheidenere und variable Produktionen.

Die Schlüsselpunkte, die dieses Werkzeug definieren, sind:

Die Zukunft des spezialisierten Werkzeugs?

Dieses Prototyp von Excamera Labs deutet auf einen breiteren Trend hin: die Massenanpassung günstiger Werkzeuge durch 3D-Druck. In Zukunft könnte es üblich werden, dass jedes Unternehmen seine eigenen spezifischen Montagehilfen entwirft und produziert und Dateien zwischen verschiedenen Produktionsstätten teilt. 🔧 Das gibt Technikern und Designern die volle Kontrolle über ihre Prozesse, ohne auf große Tooling-Hersteller angewiesen zu sein.

Während große Fabriken auf Roboter und schwere Maschinen setzen, können kleine Werkstätten in einem einfachen 3D-Drucker ihre beste Verbündete finden. Schließlich kommt Innovation nicht immer in einem Riesencontainer; manchmal passt sie auf die Druckplatte. Und ironischerweise kommt das Werkzeug, das Kartons montiert... in einem Karton! Ein perfekter Kreislauf. 😄