Europa schafft es nicht, seine Abhängigkeit von Halbleitern zu reduzieren
Der Plan der Europäischen Union, mehr Chips lokal zu produzieren und dadurch ihre Anfälligkeit gegenüber den USA und Asien zu verringern, schreitet nicht wie erwartet voran. Zahlreiche Ankündigungen von Investitionen und Fabriken stoßen auf erhebliche Verzögerungen, während der Bedarf an Import dieser Komponenten unaufhörlich wächst. Diese Situation steht in starkem Kontrast zum anfänglichen Ziel, strategische Autonomie in einem Schlüsselbereich für ihre Industrie zu erreichen. 🚨
Die emblematischen Projekte stolpern und verspäten sich
Initiativen, die mit großer Ambition angekündigt wurden, wie die Gigafabrik im Gemeinschaftsunternehmen von STMicroelectronics und GlobalFoundries in Frankreich, stoßen auf praktische Hindernisse bei der Umsetzung. Andere industrielle Konsortien sehen, wie ihre Zeitpläne unbestimmt verlängert werden oder die Finanzierungsverpflichtungen nicht vollständig erfüllt werden. Dieser Stillstand ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem andere globale Akteure schneller vorankommen.
Konkrete Beispiele für den industriellen Stillstand:- Die französisch-amerikanische Allianz zum Bau einer Megafabrik für Halbleiter stößt auf Finanzierungsprobleme und Genehmigungen.
- Mehrere Konsortien haben ihre Produktionsstarttermine verschoben, manchmal um mehrere Jahre.
- Die von den Mitgliedstaaten versprochenen öffentlichen Mittel kommen nicht mit der notwendigen Geschwindigkeit an, um zu konkurrieren.
Europa riskiert, in einem Technologiewettlauf zurückzubleiben, den es für seine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zukunft als entscheidend ansieht.
Die externe Abhängigkeit nimmt zu, anstatt zu sinken
Die Statistiken zeigen eine besorgniserregende Realität: Die EU importiert jetzt einen größeren Anteil an fortschrittlichen Halbleitern als vor einem Jahrfünft. Die lokale Produktionskapazität reicht nicht aus, um die Nachfrage ihrer eigenen Industrien zu decken, wie der Automobilindustrie, der Telekommunikationsindustrie und der Hochleistungsrechnerindustrie. Dies lässt europäische Unternehmen geopolitischen Spannungen und Unterbrechungen in den globalen Lieferketten ausgesetzt.
Direkte Folgen dieser Abhängigkeit:- Europäische Automobilunternehmen leiden weiterhin unter Chipmangel, was ihre Produktion beeinträchtigt.
- Das Ziel, bis 2030 20 % der weltweiten Chipproduktion zu kontrollieren, scheint immer unerreichbarer.
- Die Unsicherheit bei der Versorgung bremst Innovation und Entwicklung neuer Technologien in der EU.
Eine unsichere Zukunft für die europäische technologische Souveränität
Während die politischen Führer weiterhin von technologischer Souveränität sprechen, warten die Produktionslinien in der Praxis auf Ausrüstung und Investitionen, die nicht eintreffen. Die schnelle Umsetzung des CHIPS Act der USA hebt die Langsamkeit hervor, mit der Europa seine Figuren bewegt. Vorläufig scheint ein europäischer Chip, hergestellt in Europa eher ein wünschenswerter politischer Slogan als eine greifbare Realität in den Fabriken zu sein, was Zweifel an der Fähigkeit des Blocks weckt, seine kritischste Industrie-Strategie umzusetzen. ⚙️