Eine Studie verknüpft das El-Niño-Phänomen mit Hungersnöten im modernen Europa

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Mapa histórico de Europa superpuesto con un gráfico que muestra la correlación entre los eventos de El Niño en el Océano Pacífico y los periodos de hambruna registrados en el continente entre los siglos XVI y XVIII.

Eine Studie verknüpft das El-Niño-Phänomen mit Hungersnöten im modernen Europa

Eine historische Untersuchung analysiert 160 Ernährungskrisen in Europa von 1500 bis 1800. Die Ergebnisse offenbaren eine klare Verbindung: das Klimamuster von El Niño wirkte als Zünder und Verstärker des Hungers, indem es die landwirtschaftlichen Zyklen veränderte und das Leid verlängerte. 🌍⚖️

Die globale Auswirkung eines Klimamusters

Das El-Niño-Phänomen erwärmt die Gewässer des tropischen Pazifiks, was die atmosphärische Zirkulation im planetarischen Maßstab verändert. Diese Veränderung kann intensive Dürren in einigen Regionen und verheerende Überschwemmungen in anderen auslösen, wodurch traditionelle Agrarsysteme destabilisiert werden. Die Studie postuliert, dass Europa bei Auftreten dieses Ereignisses eine höhere Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterbedingungen hatte, die die Fähigkeit zur Lebensmittelproduktion drastisch reduzierten.

Wie El Niño Europa beeinflusste:
  • Veränderte Monsune und die Jetströmung, was Dürren oder übermäßige Regenfälle in Schlüsselregionen für den Getrebeanbau brachte.
  • Schuf einen Klimadominoeffekt, bei dem Anomalien im Pazifik auf die Druckmuster der Nordatlantik und des Mittelmeers durchschlugen.
  • Verkürzte Wachstumsperioden oder ruinierte Ernten durch punktuelle Ereignisse wie späte Fröste oder Hagelstürme.
"Die El-Niño-Ereignisse erschwerten die Erholung nach einer schlechten Ernte und verlängerten die Phase der Knappheit über das hinaus, was die Vorräte aushalten konnten." - Wichtige Schlussfolgerung der Studie.

Soziale Vulnerabilität gegenüber der Klimakrise

Die europäischen Gesellschaften der Frühen Neuzeit waren fast vollständig auf eine Subsistenzlandwirtschaft angewiesen. Diese strukturelle Zerbrechlichkeit machte sie extrem anfällig für jede Klimavarianz. Eine Abfolge schlechter Ernten, verstärkt durch El-Niño-Ereignisse, konnte die Speicher schnell erschöpfen und eine allgemeine Hungersnot auslösen. Die Untersuchung hebt hervor, dass diese Episoden nicht nur die Krisen einleiteten, sondern auch eine schnelle Erholung verhinderten und das Elend verlängerten.

Faktoren, die die Situation verschärften:
  • Fehlende globale Märkte, um Getreide in großen Mengen zu importieren und lokale Knappheit zu lindern.
  • Präkarer Speichersysteme, die nicht genügend Überschüsse für mehrere schlechte Jahre konservieren konnten.
  • Rigid politische Strukturen, die oft langsam oder mit ineffektiven Maßnahmen auf Ernährungskrisen reagierten.

Eine historische Lektion über Resilienz

Diese Studie unterstreicht, wie selbst in einer vorindustriellen Ära globale Klimaphänomene die Macht hatten, das Schicksal von Gesellschaften zu formen. Die Ausrede, "dem Wetter die Schuld zu geben", hatte in diesem Kontext verheerend wörtliche Konsequenzen. Das Verständnis dieser historischen Beziehung zwischen Klima und Hunger hilft uns, die tiefe Vernetzung natürlicher und menschlicher Systeme zu erkennen und die entscheidende Bedeutung des Aufbaus von Resilienz gegenüber Klimavariabilität. ⏳🌾