Das Filmprojekt La Guerra de los Rohirrim markiert eine Rückkehr zu den animieren Wurzeln der ikonischen Tolkien-Saga, diesmal unter der Regie des renommierten japanischen Filmemachers Kenji Kamiyama. Die Produktion, verantwortet von New Line Cinema und Warner Bros. Animation, kombiniert traditionelle Techniken der Animation mit den Fortschritten des modernen Animes und bietet eine frische Sicht auf die Mittelerde.
Eine unabhängige Geschichte in der Mittelerde
Die Handlung spielt 183 Jahre früher als die Ereignisse der Original-Trilogie unter der Regie von Peter Jackson. Sie konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Héra und Wulf, Kindheitsfreunden, die nach einem tödlichen Zusammenstoß ihrer Väter zu erbitterten Feinden werden. Diese unabhängige Erzählung ermöglicht:
- Die Erkundung neuer Charaktere im Tolkien-Universum.
- Die Einführung originaler Konflikte, fernab wiederkehrender Elemente wie den Machtringen.
- Die Präsentation einer frischen Perspektive ohne dunkle Herrscher.
Philippa Boyens, Produzentin mit Erfahrung aus der Original-Trilogie, entwickelt diese Geschichte gemeinsam mit Jeffrey Addiss und Will Matthews.
Die Herausforderung, Anime für das Kino anzupassen
Der Ansatz von Kenji Kamiyama
Kenji Kamiyama, bekannt für seine Arbeit an Ghost in the Shell: Stand Alone Complex und Blade Runner: Black Lotus, nimmt die Herausforderung an, von Fernsehserien zum Spielfilmformat zu wechseln. Laut Kamiyama:
"Der Animationsprozess für einen Spielfilm erfordert einen intensiven Erzählrhythmus, aber gut strukturiert. Es ist wie ein 400-Meter-Lauf im Vergleich zum Marathon der Serien."
Mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 10 Minuten erforderte das Projekt die Anpassung narrativer und kreativer Techniken ans Kinofilmformat, während die Essenz des Animes erhalten blieb.
Visuelle Innovation: Fusion von 2D und 3D
Visuell kombiniert The War of the Rohirrim Elemente der 2D- und 3D-Animation und spiegelt die zunehmende Popularität von Animationen für ein erwachsenes Publikum wider. Laut Kamiyama:
"Diese Integration ermöglicht eine reife visuelle Erfahrung, die die traditionellen Erwartungen an Anime außerhalb Japans übertrifft."
Der Einsatz dieser Techniken bereichert nicht nur die Erzählung, sondern erweitert auch die kreativen Möglichkeiten der zeitgenössischen Animation.
Ein neuer Ansatz für Tolkiens Mythologie
Die Wahl des Animes als Medium entspringt dem Wunsch, eine einzigartige Geschichte in der Mittelerde zu erzählen, die eine vertraute Atmosphäre bewahrt, während sie eine neue Ästhetik einführt. Das kreative Team strebt an:
- Die Animation in Großprojekten neu zu definieren.
- Tiefe Emotionen durch eine innovative visuelle Erzählung zu vermitteln.
- Die Mythologie von Tolkien aus moderner Perspektive zu bereichern.