
Eine neue Studie stellt die Gehweise des ältesten menschlichen Vorfahren infrage
Eine kürzliche Analyse der Handknochen eines Schlüssel-Fossils, des Ardipithecus ramidus, deutet darauf hin, dass dieser frühe menschliche Vorfahre aufrecht auf dem Boden gehen konnte. Dieser Fund widerspricht früheren Vorstellungen, die besagten, er habe sich auf den Knöcheln fortbewegt wie heutige Affen, und belebt die Diskussion darüber, wie und wann der Bipedalismus in unserer Linie entstand 🦴.
Die innere Architektur der Knochen spricht
Die Forscher haben sich nicht nur auf die äußere Form konzentriert. Sie haben Mikrocomputertomographie verwendet, um die Knochen des Fossils mit dem Spitznamen Ardi zu scannen. Diese Technik ermöglicht es, die Dichte und Orientierung des spongiösen Knochengewebes im Inneren zu sehen. Die entdeckten Muster ähneln eher denen von aufrecht gehenden Primaten wie Menschen und Bonobos und unterscheiden sich von den typischen Mustern von Affen, die sich auf den Knöcheln abstützen, wie Schimpansen und Gorillas. Die innere Struktur des Knochens zeichnet die gewöhnlichen Kräfte auf, die er im Leben aushielt.
Wichtige Erkenntnisse der inneren Analyse:- Die Muster von Knochenbelastung in Ardis Hand stimmen nicht mit denen eines Tieres überein, das auf den Knöcheln geht.
- Die Orientierung des spongiösen Gewebes deutet darauf hin, dass die Kräfte auf eine Weise verteilt wurden, die mit einer aufrechten Haltung vereinbar ist.
- Diese Methode bietet einen direkten Einblick, wie sich der Knochen an die täglichen mechanischen Belastungen angepasst hat.
Die innere Architektur des Knochens ist ein Archiv der Kräfte, die er aushielt. Bei Ardi erzählt dieses Archiv eine andere Geschichte als die der Affen, die auf den Knöcheln gehen.
Ein ungelöstes Streitthema
Diese Studie schließt die Frage nicht ab. Einige Experten weisen darauf hin, dass die äußere Form von Ardis Knochen immer noch klare Anpassungen zum Klettern zeigt, was darauf hindeutet, dass er wahrscheinlich viel Zeit in den Bäumen verbrachte. Die Diskussion konzentriert sich nun darauf, zu interpretieren, ob die inneren Beweise schlüssig für einen vollständig bipedalen Gang auf dem Boden sind oder ob sie eine aufrechte Haltung widerspiegeln, die er hauptsächlich beim Bewegen zwischen den Ästen nutzte.
Umstrittene Punkte zur Fortbewegung von Ardi:- Die äußere Morphologie seiner Hände deutet auf eine große Fähigkeit zum Festhalten an Ästen hin.
- Es ist unklar, ob Bipedalismus seine Hauptfortbewegungsart auf dem Boden war oder nur eine seiner Fähigkeiten.
- Die Studie liefert einen neuen Datentyp, aber das Puzzle der Menschenentwicklung bleibt komplex.
Die ersten Schritte neu schreiben
Dieser Fund trägt ein neues Puzzleteil zur Debatte über den Ursprung unserer charakteristischen Haltung bei. Es scheint, dass selbst nach Millionen von Jahren die Bestimmung, ob ein Vorfahre stilvoll ging oder auf den Knöcheln kroch, genauso viel Diskussion auslöst wie die technischsten Themen. Die Studie zeigt, dass die Kombination der Analyse der äußeren Form mit der inneren Struktur entscheidend ist, um das Verhalten ausgestorbener Arten zu verstehen und die Geschichte unserer ersten Schritte neu zu schreiben 🚶♂️➡️🧍.