Un cabo francés describe un meteorito gigante en el Sahara en 1916

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Ilustración conceptual de un gran meteorito metálico parcialmente enterrado en las dunas del desierto del Sahara al atardecer.

Ein französischer Feldwebel beschreibt einen gigantischen Meteoriten in der Sahara im Jahr 1916

Die Geschichte beginnt mitten im Ersten Weltkrieg, als der Feldwebel Gaston Ripert von einer Mission im algerischen Sahara zurückkehrt. Er bringt eine atemberaubende Erzählung mit: Ein lokaler Führer zeigte ihm eine Masse aus purem Eisen, die größer als ein Haus war und aus dem Sand ragte. Dieses Objekt maß nach seiner Beschreibung etwa 40 Meter und wog 100 Tonnen. Für Ripert konnte es sich nur um einen kolossalen Meteoriten handeln. Als er jedoch seinen Bericht vorlegte, zeigten die militärischen Behörden Skepsis. Das Fehlen präziser Koordinaten und eines physischen Beweises verurteilte seine Geschichte dazu, zu einer Wüstenlegende zu werden 🏜️.

Eine erfolglose Suche, die Jahrzehnte dauerte

Über mehr als hundert Jahre hinweg verwandelte sich der angebliche gigantische Meteorit in einen Heiligen Gral für Geologen und Meteoritenjäger. Zahlreiche Expeditionen durchkämmten die weite Region Adrar in Algerien, ohne das geringste Indiz für den beschriebenen Koloss zu finden. Die Unmöglichkeit, das einzige Zeugnis des Feldwebels zu verifizieren, führte dazu, dass die wissenschaftliche Gemeinschaft den Fall offiziell verwarf. Ripert hielt an seiner Version fest, bis er starb, und nahm das Geheimnis des genauen Standorts mit ins Grab. So blieb das Rätsel bestehen und nährte Debatten und Spekulationen.

Schlüsselpunkte des Rätsels:
  • Einziges Zeugnis: Nur Feldwebel Ripert behauptete, das Objekt gesehen zu haben, ohne andere Zeugen, die es bestätigten.
  • Fehlen physischer Beweise: Es wurde keine Probe geborgen, und der Standort wurde nicht mit zuverlässigen Methoden dokumentiert.
  • Umfassende Suchen: Das Gebiet wurde wiederholt mit moderner Technologie durchsucht, ohne Erfolg.
"Manchmal scheint es einfacher, eine Nadel in einem Heuhaufen zu finden, als einen Eisenberg in einem Sandmeer."

Eine neue Theorie stellt das Rätsel neu auf

Kürzlich schlugen die deutschen Zwillingsbrüder Carl und Franz Angst, Experten für Meteoriten, eine innovative Lösung vor. Nach der Untersuchung historischer Archive und lokaler mündlicher Überlieferungen vermuten sie, dass Ripert keinen Monolithen fand, sondern ein Streufeld kleinerer Meteoriten. Ihre Hypothese deutet darauf hin, dass die Fragmente zum Meteoriten von Chinguetti gehörten, von dem Anfang des 20. Jahrhunderts nur einige Stücke geborgen wurden.

Elemente der neuen Hypothese:
  • Neudeutung des Fundes: Mehrere große Stücke, die gruppiert waren, könnten als eine einzige riesige Masse wahrgenommen worden sein.
  • Umweltfaktoren: Die optischen Bedingungen der Wüste und der Spiegeleffekt könnten die wahrgenommene Größe vergrößert haben.
  • Historischer Kontext: Die Erzählung wurde vom Erstaunen des Moments und dem Fehlen von Referenzpunkten beeinflusst.

Ein Rätsel, das die Wahrnehmung verändert

Der Vorschlag der Brüder Angst widerlegt nicht die Ehrlichkeit Ripirts, sondern interpretiert neu, was er gesehen haben könnte. Er bietet eine plausible Erklärung, die das historische Zeugnis mit dem Fehlen von Beweisen für ein einzelnes Objekt versöhnt. Dieser Fall illustriert, wie ein anhaltendes Zeugnis eine andere Wahrheit verbergen kann und wie die Wissenschaft voranschreitet, indem sie Rätsel der Vergangenheit mit neuen Perspektiven neu bewertet. Die Suche nach dem gigantischen Meteoriten mag beendet sein, doch seine Legende lehrt weiterhin über die Grenzen der Beobachtung und der Beweise 🔍.