Eine Drohne mit LiDAR und Multispektralkamera quantifiziert landwirtschaftliche Schäden

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Un dron cuadricóptero vuela sobre un campo de cultivo, capturando datos con un sensor LiDAR visible en su parte inferior y una cámara multiespectral. En primer plano, se ven plantas con signos de daño.

Ein Drohne mit LiDAR und Multispektralkamera quantifiziert landwirtschaftliche Schäden

Die Präzisionslandwirtschaft macht einen Sprung, indem Drohnen mit fortschrittlicher Technologie eingesetzt werden. Diese Systeme kombinieren einen Sensor LiDAR und eine Multispektralkamera, um Felder zu überfliegen und umfassende Daten zu sammeln. Das Hauptziel ist es, Schäden durch Schädlinge genau zu kartieren, subjektive Wahrnehmungen in objektive und handlungsrelevante Metriken zu verwandeln 🚁.

Daten erfassen und verarbeiten für ein präzises 3D-Modell

Der Flug der Drohne erzeugt zwei Schlüssel-Datensätze: eine 3D-Punktwolke des Bodens und der Vegetation sowie multispektrale Bilder, die Informationen jenseits des sichtbaren Spektrums erfassen. Um diese Daten in ein nützliches Modell umzuwandeln, ist eine Verarbeitung der Informationen mit spezialisierter Software erforderlich.

Workflow zur Erstellung des digitalen Modells:
  • Photogrammetrie und Ausrichtung: Programme wie Agisoft Metashape oder DroneDeploy richten überlappende Fotos aus und berechnen die genaue Position jedes Punkts im Raum.
  • 3D-Rekonstruktion: Die Software rekonstruiert die Szene und erzeugt eine dichte, georeferenzierte Punktwolke oder ein texturiertes Mesh, das jede Pflanze und die Topografie des Feldes genau darstellt.
  • Geometrische Basis: Dieses detaillierte 3D-Modell dient als präzise und zuverlässige geometrische Basis für alle nachfolgenden quantitativen Analysen.
Die Genauigkeit des 3D-Modells ist entscheidend; es ist die digitale Karte, auf der die Schäden durch die Plage gemessen werden.

Pflanzengesundheit analysieren und verlorene Biomasse berechnen

Der wahre Wert entsteht durch die Kombination der 3D-Geometrie mit den spektralen Daten. Auf dem Modell werden die aus der Multispektralkamera abgeleiteten Indizes überlagert und mit Tools wie ENVI analysiert.

Integrierte Datenanalyse:
  • Vegetationsindizes: Berechnung von Indizes wie dem NDVI (Normalisierter Differenzvegetationsindex), der Stresslevel in Pflanzen und beschädigte Blattfläche offenbart, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann.
  • Volumenmessung: Das LiDAR-Modell liefert Daten zu Höhe und Volumen der Vegetation. Durch Vergleich mit Referenzwerten eines gesunden Bestands kann die Reduktion der Biomasse geschätzt werden.
  • Objektive Berechnung von Verlusten: Die Integration beider Datensätze ermöglicht die Ermittlung eines exakten Prozentsatzes verlorener Ernte, z. B. 47,3 %, statt einer vagen Schätzung wie „die Hälfte“.

Von der Wahrnehmung zur quantifizierten Präzision

Diese Methodik transformiert das Risikomanagement in der Landwirtschaft. Ein Landwirt muss nicht mehr debattieren, ob es sich um einen gierigen Angriff oder einen leichten Picken handelt. Stattdessen kann er einen technischen Bericht mit exakten Zahlen aus dem 3D-Modell und der spektralen Analyse vorlegen. Dies beschleunigt und objektiviert Prozesse wie Versicherungsbewertungen, indem visuelle Inspektionen durch quantifizierbare und wiederholbare Daten ersetzt werden. Die Technologie verwandelt Beobachtung in Messung 🔍.