
Ein drahtloses Transceiver in der F-Band konkurriert mit der Glasfaser
Ein Team der University of South Florida hat es geschafft, ein neues drahtloses Transceiver zu entwickeln. Dieses Gerät arbeitet im F-Band des Funkfrequenzspektrums und soll daten mit einer Geschwindigkeit übertragen, die direkt mit konventionellen Glasfaser-Verbindungen konkurriert und die Notwendigkeit physischer Kabel eliminiert. 🚀
Betrieb bei extrem hohen Frequenzen
Das System basiert auf Millimeterwellen-Technologie, speziell im höchsten Bereich dieses Spektrums, zwischen 90 und 300 GHz. Um effizient mit diesen Frequenzen umzugehen, integriert das Prototyp ein Set aus Phased-Array-Antennen, die den Signalstrahl mit hoher Präzision fokussieren. Dieser technische Ansatz ist entscheidend, um Limitierungen wie die hohe Signalabschwächung und die Anfälligkeit für Hindernisse zu überwinden, mit dem Ziel, stabile Verbindungen mit mehreren Gigabits pro Sekunde herzustellen.
Wichtige technische Merkmale:- Funktioniert im F-Band der Funkfrequenz (90-300 GHz).
- Verwendet ein Phased-Array-Antennensystem, um das Signal präzise zu lenken.
- Zielt darauf ab, große Datenmengen über kurze Distanzen zu übertragen.
Das Ziel ist es, stabile Verbindungen herzustellen, die mehrere Gigabits pro Sekunde übertragen können.
Fokus auf Umgebungen mit hoher Datenintensität
Die Hauptanwendung, die für diese Technologie vorgesehen ist, sind Verbindungen innerhalb von Rechenzentren. Das Ersetzen physischer Kabel durch hochkapazitätsfähige drahtlose Verbindungen kann die Infrastruktur vereinfachen und die Flexibilität zur Umorganisation der Geräte erhöhen. Auch der Einsatz für Punkt-zu-Punkt-Kommunikation in festen drahtlosen Zugangsnetzen wird in Betracht gezogen, was eine machbare Alternative bietet, um Hochgeschwindigkeitsverbindungen in Gebiete zu bringen, wo der Ausbau von Glasfaser kompliziert oder teuer ist.
Mögliche Einsatzbereiche:- Verbinden von Servern und Racks in Rechenzentren.
- Bereitstellen von Festbreitbandzugang in schwer zugänglichen Gebieten.
- Erstellen von Hochgeschwindigkeits-Backup- oder temporären Verbindungen.
Der Weg zur praktischen Umsetzung
Die Forschung des Teams wird aktiv fortgesetzt und konzentriert sich nun darauf, die Energieeffizienz des Geräts und die Zuverlässigkeit der Verbindung unter realen Betriebsbedingungen zu verbessern. Die Herausforderung ist nicht nur technisch, sondern auch praktisch, da diese hochfrequenten Signale leicht gestört werden können. Die Zukunft dieser Technologie hängt von ihrer Fähigkeit ab, robuste und konstante Leistung zu bieten und den Weg für agilere Kommunikationsnetze zu ebnen, die weniger auf physische Kabel angewiesen sind. 🔬