Die Zwillings-Türme von Benidorm, die nie gebaut wurden

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Maqueta arquitectónica mostrando las Torres de Hércules proyectadas en el skyline de Benidorm, con diseño moderno y fachadas reflectantes

Die Zwillings-Türme von Benidorm, die nie gebaut wurden

Anfang des 21. Jahrhunderts entstand ein revolutionäres Vorschlag, das Stadtbild von Benidorm durch den Bau zweier identischer Wolkenkratzer von beispiellosen Ausmaßen radikal zu verändern. Dieses ambitionierte Projekt, inoffiziell als Torres de Hércules bekannt, strebte danach, neue Höhenrekorde an der spanischen Mittelmeerküste zu setzen 🏗️.

Ein visionäres Design mit außergewöhnlichen Merkmalen

Die Architekten entwarfen diese monumentalen Strukturen mit avantgardistischen Elementen wie Aussichtsplattformen in den oberen Etagen mit Panoramablick aufs Meer, privaten Helipads und Fassaden aus technologisch fortschrittlichen Materialien. Die Vision umfasste die Schaffung eines autarken Komplexes, der Luxuswohnungen, Bürogeräume und exklusive Geschäftsflächen kombinierte.

Hauptmerkmale des Projekts:
  • Zwei identische Türme, die die Höhe bestehender Gebäude bei Weitem überragen
  • Integration von Panoramaplatformen und privaten Helipads
  • Verwendung modernster Materialien für Fassaden und Struktur
"Die Torres de Hércules stellten die höchste Ausdrucksform des vertikalen Baus im Mittelmeer dar, ein beispielloser qualitativer Sprung für Benidorm" - Städtebauliche Analyse

Unüberwindbare technische und wirtschaftliche Hürden

Die geotechnischen Studien deckten bald schwere Probleme aufgrund der Eigenschaften des Küstenbodens auf, wo der sandige Untergrund und die Nähe zum Meeresspiegel extrem komplexe und wirtschaftlich nicht machbare Fundamentlösungen erforderten. Die Finanzanalysen zeigten, dass die Rentabilität des Projekts schwer beeinträchtigt war, insbesondere für den zweiten Turm, aufgrund der exorbitanten Baus- und Wartungskosten 📉.

Faktoren, die zum Scheitern des Projekts führten:
  • Strukturelle Probleme bei der Fundamentierung durch instabilen Küstenboden
  • Wirtschaftlich nicht machbare Baus- und Wartungskosten
  • Schrittweiser Rückzug der Investoren vor dem hohen finanziellen Risiko

Städtisches Erbe eines unvollendeten Projekts

Heute existieren nur noch die Originalpläne, die in städtischen Archiven aufbewahrt werden, und einige physische Modelle, die zeigen, wie Benidorm mit diesen kolossalen Strukturen ausgesehen hätte. Städtebauexperten sind sich einig, dass die Zwillings-Türme, wären sie realisiert worden, das visuelle Erscheinungsbild der Stadt vollständig neu definiert hätten und einen neuen Pol für Tourismus und Wohnen geschaffen hätten. Das Projekt InTempo, das letztendlich einzeln gebaut wurde, wirkt im Vergleich fast bescheiden zur kolossalen Skala, die die Torres de Hércules in ihrer ursprünglichen Konzeption anstrebten 🏙️.

Abschließende Reflexion über den vertikalen Bau

Es ist paradox, dass Benidorm, international bekannt für seinen dichten und vertikalen Skyline, diesmal der Versuchung widerstand, nach oben zu wachsen, als sich die spektakulärste Gelegenheit aller bot. Möglicherweise waren diese Zwillings-Türme einfach zu ambitioniert sogar für die europäische Hochhaus-Hauptstadt und stellten eine konzeptionelle und praktische Grenze im mediterranen vertikalen Städtebau dar.