Die Stadt des Flamenco von Herzog & de Meuron wurde nie gebaut

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Render del proyecto arquitectónico no construido para la Ciudad del Flamenco en Jerez de la Frontera, mostrando volúmenes geométricos de hormigón y espacios abiertos.

Die Stadt des Flamenco von Herzog & de Meuron wurde nie gebaut

In Jerez de la Frontera wurde ein ambitioniertes Projekt zur Schaffung eines kulturellen Komplexes, der dem Flamenco gewidmet ist, endgültig gestoppt. Die renommierten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entwarfen es, doch die globale Finanzkrise von 2008 verhinderte seine Realisierung. Die Vision eines internationalen Referenzpunkts für diese Kunst blieb bei Plänen und Modellen. 🏗️

Das architektonische Konzept, das auf dem Papier blieb

Das Design basierte auf einer modernen Interpretation der typischen Höfe und Plätze Andalusiens. Die Renderings zeigten eine Komposition aus geometrischen Volumen aus Beton, die sich um offene Bereiche gruppierten. Dieser Ansatz zielte darauf ab, einen Dialog zwischen der Flamenco-Tradition und einer avantgardistischen Ästhetik herzustellen.

Schlüssellemente des Projekts:
  • Ein Hauptsaal mit großer Kapazität für Aufführungen.
  • Mehrere kleinere Säle für intimere und experimentelle Auftritte.
  • Räume zur Forschung und Vermittlung des Flamenco mit musealen Bereichen.
  • Verwendung von Materialien wie sichtbeton und Holz, um die rustikale und emotionale Essenz der Kunst heraufzubeschwören.
Das größte Denkmal für den Flamenco in Jerez ist die Stille eines leeren Grundstücks.

Warum das Projekt scheiterte

Die kombinierte Finanzierung (öffentlich und privat), die das Projekt trug, brach mit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise zusammen. Die Baukosten, die als sehr hoch eingeschätzt wurden, wurden in einem Szenario strenger Haushaltsbeschränkungen untragbar.

Faktoren, die den Fortschritt verhinderten:
  • Unmöglichkeit, die notwendige Investition für den Baubeginn zu sichern, trotz des anfänglichen Interesses der Stadtverwaltung von Jerez und der Junta de Andalucía.
  • Das Grundstück im Gebiet San José Obrero, das für den Komplex vorgesehen war, blieb unbebaut.
  • Schrittweiser Verlust von politischem Schwung und gesellschaftlicher Unterstützung, was zur dauerhaften Archivierung des Plans führte.

Ein Vermächtnis unerfüllter Pläne

Heute liegt das für diesen kulturellen Ikon vorgesehene Gelände weiterhin brach. Das Projekt von Herzog & de Meuron für den Flamenco wird als Symbol ungenutzten Potenzials in Erinnerung behalten, wo nur das Echo einer Ambition widerhallt, die die wirtschaftliche Realität erstickte. Der Wind ist der einzige Bewohner dieses Raums, der davon träumte, den Duende zu feiern. 🎭