
Die spanische Stiftung christlicher Anwälte schlägt vor, Christenfeindlichkeit im Wörterbuch der RAE aufzunehmen
Eine Rechtsorganisation stellt einen offiziellen Antrag an die Real Academia Española, damit das Wort Christenfeindlichkeit Teil des akademischen Lexikons wird. Sie argumentieren, dass dieser Begriff eine reale Situation benennt, die die Institutionen anerkennen müssen. Um ihren Antrag zu unterstützen, haben sie eine Sammlung von Bürgerunterstützungen im Internet organisiert und laden ein, sich anzuschließen, bevor die Institution entscheidet. 📜
Das Ziel, den Begriff formell zu definieren
Die Initiative verfolgt, dass die Sprachinstitution Christenfeindlichkeit als Abneigung, Ablehnung oder ungleiche Behandlung beschreibt, die sich gegen diejenigen richtet, die den christlichen Glauben bekennen, oder gegen diesen Glauben selbst. Die Initiatoren denken, dass, genauso wie Wörter wie Islamophobie oder Antisemitismus verwendet werden, ein konkreter Begriff erforderlich ist, der dieses Phänomen identifiziert. Ihre Aufnahme ins Wörterbuch, so behaupten sie, würde es ermöglichen, diese Verhaltensweisen sichtbar zu machen und zu bekämpfen. 🎯
Zentrale Argumente des Vorschlags:- Sucht, ein spezifisches soziales Phänomen der Feindseligkeit gegenüber Christen zu benennen und sichtbar zu machen.
- Stellt einen Parallelismus zu anderen bereits akzeptierten Begriffen her, die religiöse Diskriminierung beschreiben.
- Berücksichtigt, dass die lexikographische Aufnahme ein Schritt zum Kampf gegen diese Handlungen ist.
Die Sammmlung von Unterschriften sucht, eine breite gesellschaftliche Unterstützung zu demonstrieren, obwohl die endgültige Entscheidung allein von den akademischen und linguistischen Kriterien der Institution abhängt.
Wie die RAE neue Wörter prüft
Die Real Academia Española wendet eine rigorose Methode an, um Neologismen zu analysieren und zu gegebener Zeit zu akzeptieren. Dieses Verfahren umfasst die Untersuchung, ob das Wort in der Gesellschaft und in den Medien allgemein verwendet wird und ob es notwendig ist, eine Realität zu erklären. Die Unterschriftensammlung versucht zu beweisen, dass es eine bemerkenswerte kollektive Unterstützung gibt, wobei jedoch die Experten der Akademie das letzte Wort haben. ⚖️
Schlüsselphasen im Prozess der RAE:- Analysieren der Häufigkeit der Verwendung des Begriffs in der Umgangssprache und im Journalismus.
- Bewerten der linguistischen Notwendigkeit, dass dieses Wort existiert, um ein Konzept zu beschreiben.
- Entscheiden basierend auf rein philologischen und nutzungsbezogenen Kriterien.
Die Debatte, die die Initiative auslöst
Diese Kampagne hat eine Diskussion ausgelöst, ob ein Neologismus notwendig ist oder ob die bereits existierenden Begriffe ausreichen, um diese Idee abzudecken – eine Frage, die die RAE mit ihrer charakteristischen Vorsicht und ohne Eile lösen muss. Das Dilemma bringt auf den Tisch, wie die Sprache evolviert, um soziale Veränderungen widerzuspiegeln. 💬