Die moderne Kunst durch 3D-Technologie

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Eine zeitgenössische Kunstinstallation in einer modernen Galerie mit zwölf großen 3D-gedruckten Skulpturen, jede zwischen 3 und 4 Metern hoch. Die Skulpturen haben einen einzigartigen Stil, der klassische und futuristische Kunst mischt.

Stell dir vor, du betrittst eine Kunstgalerie und stößt auf riesige Skulpturen, die höher als ein Mensch sind, aus einem Material gefertigt, das wie Beton wirkt, aber mit einem so futuristischen Design, dass du nicht weißt, ob du etwas aus der Antike oder aus der Zukunft siehst. Das ist es, was der tschechische Künstler Matyáš Chochola mit seiner neuen Installation im Zentrum für Zeitgenössische Kunst EPO1 in Trutnov, Tschechische Republik, erreicht hat.

Was macht diese Installation so besonders?

Chochola hat eine Serie von 3D-gedruckten Skulpturen geschaffen, die auf den ersten Blick wie einfache Betonblöcke wirken. Doch bei genauerem Hinsehen enthüllt sich ihre wahre Komplexität. Jede Stück misst zwischen 3 und 4 Metern Höhe und wiegt etwa eine Tonne. Interessant ist, dass sie zwar 3D-Drucktechnologie nutzen, ihre Formen aber an vertraute Dinge erinnern: von Ruinen antiker Tempel bis hin zu riesigen Schachfiguren.

Eine Mischung aus historischen und futuristischen Stilen

Die Skulpturen beschränken sich nicht auf einen einzigen künstlerischen Stil, sondern mischen Einflüsse aus verschiedenen Epochen und Bewegungen. Man erkennt Elemente des Barock mit detaillierten und dramatischen Formen; Kubismus mit geometrischen Figuren; und sogar Brutalismus mit robusten und minimalistischen Strukturen. Dazu kommen Sci-Fi-Elemente, die ihnen ein fast außerirdisches Aussehen verleihen.

Die Magie des 3D-Drucks in der Skulptur

Wirklich innovativ an diesen Werken ist die Nutzung der 3D-Drucktechnologie. Dank dieser Technik können die Skulpturen sehr komplexe Formen annehmen, die mit traditionellen Methoden nicht machbar wären. Dafür verwendete Chocholas Team Beton als Basis material, ergänzt um Elemente wie Glas, Pigmente und Bronze, um einen einzigartigen Finish zu erzeugen.

Wie sie hergestellt wurden

Die Skulpturen wurden in kleinen Segmenten gedruckt, sowohl horizontal als auch vertikal. Das ermöglichte die Schaffung komplexer Details und eine präzise Montage. Es wurden leichte Ton-Zusatzstoffe verwendet, um die Struktur während des Drucks zu stützen, was die Erstellung der filigranen Formen erleichterte. Der gesamte Prozess war eine Mischung aus fortschrittlicher Technologie und manueller Arbeit, was jeder Stück einen einzigartigen Charakter verleiht.

Die Persönlichkeit jeder Skulptur

Jede der zwölf Skulpturen hat ihren eigenen Namen, der ihre Persönlichkeit und die dahinterstehende Idee widerspiegelt. Einige heißen wie „Maza“, „Anémona“ oder „Totem“, andere „Brutalista“ oder „Picasso“. Diese Skulpturen vereinen alles: Einige erinnern an die Geschichte, andere wirken zukunftsweisend, und einige sind wie Symbole natürlicher Kräfte oder Geister. Chochola beschreibt sie als Mischung aus Tugenden und Lastern, was sie noch interessanter macht.

Die Zukunft dieser Skulpturen

Vorläufig stehen die Skulpturen in einer Galerie in einem ehemaligen Industriekomplex, der zu einem Kulturzentrum umgewandelt wurde. Doch sie bleiben nicht ewig dort. Die Idee ist, diese Werke in den öffentlichen Raum zu verlegen, wo Menschen sie in ihrer natürlichen Umgebung sehen und mit ihnen interagieren können. Die Skulpturen sollen nicht nur in Galerien existieren, sondern Teil der Stadt werden, als wären sie ein integraler Bestandteil der umgebenden Architektur.

„Die Skulpturen folgen keiner festen Geschichte. Jede hat ihren eigenen Charakter und mischt sich mit verschiedenen Stilen, Kulturen und Werten. Es ist eine originelle Kombination von Elementen, die uns auf unterschiedliche Weise zum Denken und Fühlen anregen.“ – Matyáš Chochola

Diese Art von Kunst zeigt, wie Technologie genutzt werden kann, um etwas völlig Neues und Überraschendes zu schaffen. Chocholas 3D-gedruckte Skulpturen erkunden nicht nur die Vergangenheit, sondern blicken auch in die Zukunft und verbinden Geschichte mit technologischer Innovation. Und das Beste ist, dass irgendwann alle diese Kunstwerke außerhalb der Galerien in öffentlichen Räumen genießen können, wo sie mit der Umgebung interagieren. Das demonstriert, wie die Kunst weiter evolviert, das Neue einbezieht, ohne das Alte aus den Augen zu verlieren.