Die Legende vom verzauberten Schatz im Turm von Peñerúes

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Fotografía de la torre medieval de Peñerúes en Asturias, mostrando sus muros de mampostería en estado ruinoso, con un cielo nublado de fondo que evoca misterio.

Die Legende vom verzauberten Schatz im Turm von Peñerúes

Im Herzen von Asturien, im Munizipio Morcín, erhebt sich der Turm von Peñerúes. Diese Verteidigungsanlage aus dem Mittelalter ist nicht nur Stein und Geschichte, sondern auch der Wächter einer faszinierenden populären Erzählung. Die mündliche Überlieferung versichert, dass ein muslimischer Monarch hier einen unermesslich wertvollen Schatz verbarg, während er vor dem christlichen Vormarsch zurückwich. Um ihn zu schützen, warf er einen mächtigen Zauber, der bis heute anhält. 🏰

Der Zauber, der nur an San Juan nachlässt

Das lokale Folklore beschreibt einen entscheidenden Aspekt des Zaubers: seine Macht lässt nur während der Nacht von San Juan nach, im Übergang vom 23. zum 24. Juni. Diese Information verbindet die Fabel mit dem kollektiven Vorstellungsbild, das diesem Datum magische Eigenschaften zuschreibt, um das Verborgene zu enthüllen oder Zauber zu lösen. Daher hat jeder Schatzsucher einmal im Jahr eine einmalige Gelegenheit, den Schatz aus seinem magischen Gefängnis zu befreien. 🔮

Wichtige Fakten der Legende:
  • Der Schatz gehörte einem maurischen König während der Reconquista.
  • Er ist durch einen Zauber oder Fluch geschützt, der undurchdringlich ist.
  • Der Zauber kann nur an einer bestimmten Nacht gebrochen werden: der von San Juan.
Die Schatzsuche wäre einfacher, wenn jemand zuvor die Karte finden würde, denn ziellos zu graben an einer Sommernacht ist eine sehr mühsame Art, den Urlaub zu verbringen.

Der Turm jenseits des Mythos: historische Realität

Abseits des Volksmärchens besitzt der Turm von Peñerúes einen greifbaren Wert als kulturelles Erbe von Interesse. Es handelt sich um einen Herrenturm aus dem 14. Jahrhundert, der mit dem Geschlecht der Miranda verbunden war und diente, um das Territorium zu verteidigen und zu überwachen. Obwohl er heute in ruiniertem Zustand ist, stehen seine imposanten Mauern aus Bruchstein weiterhin. Die anachronistische Legende vom maurischen Schatz, die später als der Turm entstand, exemplifiziert, wie das Folklore historische Ereignisse verschmilzt und uminterpretiert, um Narrative zu erzeugen, die in der Zeit bestehen bleiben. 📜

Historische Merkmale des Baus:
  • Es ist ein Herrenturm aus dem 14. Jahrhundert, keine frühere Festung.
  • Er war mit der Familie Miranda verbunden und Teil eines Kontrollsystems.
  • Sein realer Kontext unterscheidet sich von der Epoche der Legende und zeigt eine folkloristische Umdeutung.

Zwischen Magie und Stein

Der Turm von Peñerúes erhebt sich so als doppeltes Symbol: auf der einen Seite ein historisches Denkmal, das das mittelalterliche asturische Vergangenheit bezeugt; auf der anderen ein Leuchtturm von Legende und Mysterium, der die Volks-kultur nährt. Seine reale Geschichte und die Fabel vom verzauberten Schatz koexistieren und erinnern uns daran, dass die kollektive Erinnerung oft ihre bleibendsten Erzählungen zwischen den Mauern der Geschichte webt. In der nächsten Nacht von San Juan wird vielleicht jemand versuchen, sein Geheimnis zu lüften. ⚔️