
Die Legende der Höhle der tausend Mumien in Gáldar
In den Ländern des Nordens von Gran Canaria hält die mündliche Überlieferung eine faszinierende Geschichte am Leben. Die Bewohner von Gáldar sprechen von einer geheimen Höhle, die die alten Guanches mit großem Eifer schützten. Dieses Gehege, das als unzugänglich beschrieben wird, hätte dazu gedient, die Guanartemes, ihre Könige, zusammen mit Objekten von Wert und ancestraler Weisheit einbalsamieren und zu begraben. Die Erzählung deutet an, dass es Tausende von Überresten birgt, ein verborgenes königliches Pantheon, bewacht von Geistern, die Plünderer abschrecken. 🏔️
Historische Grundlage und archäologische Erkundungen
Dieser Mythos entsteht nicht aus dem Nichts. Die alten Bewohner der Kanaren balsamierten tatsächlich ihre Eliten ein, eine dokumentierte Praxis. Obwohl nie eine Höhle mit der epischen Größe gefunden wurde, die die Legende beschreibt, haben Erkundungen in den Felsen von Gáldar mehrere aborigine Nekropolen entdeckt. Die Archäologen denken, dass die Erzählung wahrscheinlich zusammenfasst und vergrößert das Wissen über mehrere echte Gräberstätten der Region und in der kollektiven Erinnerung einen einzigartigen und endgültigen Ort schafft.
Wichtige Funde in der Region:- Entdeckung aboriginer Nekropolen in Felsen, aber keine stimmt mit der legendären Höhle überein.
- Guanche-Balsamierungspraktiken verifiziert, obwohl sie über verschiedene Orte verteilt sind.
- Die Legende fungiert als kulturelle Synthese, die ein großes vereinheitlichtes königliches Pantheon idealisiert.
Der Mythos spiegelt den tiefen Respekt vor den Ahnen und den kollektiven Wunsch wider, ihre Erinnerung gegenüber der Eroberung zu bewahren.
Bedeutung als kulturelles und identitäres Symbol
Über die Suche nach ihrem physischen Standort hinaus wirkt die Höhle der Tausend Mumien als sehr mächtiges kulturelles Symbol. Sie verkörpert das Geheimnis eines Volkes, dessen Geheimnisse nach der kastilischen Eroberung verblassten. Sie repräsentiert die Verbindung mit einer Vergangenheit, die als glorios wahrgenommen wird, und den Widerstand der guanchischen Identität, die in der abrupten Geografie und der mündlichen Überlieferung Zuflucht fand. Es geht daher nicht nur darum, einen materiellen Schatz zu lokalisieren, sondern ein immaterielles Erbe zu verstehen, das die modernen Kanarier noch immer für das Verständnis ihrer Wurzeln einfordern.
Dimensionen des Symbols:- Verkörpert den kulturellen Verlust und Widerstand nach der Eroberung der Inseln.
- Repräsentiert eine emotionale und historische Bindung an eine idealisierte aborigene Vergangenheit.
- Motiviert akademische Studien und ein populäres Interesse daran, die guanchischen Wurzeln zu retten und zu verstehen.
Die Suche und ihre Auswirkungen
Die Obsession, diesen mythischen Ort zu finden, hat Abenteurer dazu gebracht, Fledermaus-Höhlen mit der königlichen Kammer zu verwechseln. Diese Expeditionen enden meist mit mehr Schrecken als Erfolg und tragen jedoch zu einer neuen Wertschätzung der Methoden der formalen Archäologie bei. Diese Erfahrungen unterstreichen, wie die Legende, eine Mischung aus Geschichte und Verlangen, die Erkundung weiterhin motiviert und symbolisch schützend die Geheimnisse bewahrt, die die Felsen von Gáldar noch hüten. 🔦