Die EU-Länder unterstützen das Handelsabkommen mit Mercosur

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Mapa que ilustra los bloques comerciales de la Unión Europea y Mercosur (Argentina, Brasil, Paraguay y Uruguay) conectados por líneas y símbolos de intercambio, sobre un fondo de documentos oficiales.

Die Länder der EU unterstützen das Handelsabkommen mit Mercosur

Die Regierungen der Europäischen Union haben ihr politisches Okay zum Vertrag mit dem südamerikanischen Block Mercosur gegeben. Diese Unterstützung kommt nach zwei Jahrzehnten komplexer Verhandlungen und ermöglicht es dem Text, in die nächste Phase zur Ratifizierung überzugehen. Dies ist jedoch nicht der letzte Schritt. 🏛️

Ein Weg voller interner Hindernisse

Die Unterstützung der Mitgliedstaaten beseitigt nicht die Herausforderungen. Das Handelsabkommen erregt erhebliche Kontroversen innerhalb der EU selbst. Europäische Landwirte äußern Bedenken, dass agroalimentäre Produkte aus Südamerika, die unter anderen Normen produziert werden, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt beeinträchtigen könnten. 🌾

Hauptstreitpunkte:
  • Agrarbedenken: Europäische Produzenten fürchten, dass der Import von Lebensmitteln mit anderen Standards ihre Volkswirtschaften schädigt.
  • Ökologische Warnung: Umweltorganisationen warnen, dass das Abkommen weitere Abholzung im Amazonas und anderen sensiblen Ökosystemen fördern könnte.
  • Politischer Druck: Verschiedene Gruppen innerhalb der europäischen Institutionen üben Druck aus, um die Bedingungen des Abkommens zu ändern.
Nach Jahrzehnten der Verhandlungen liegt der wahre Konflikt nicht zwischen Kontinenten, sondern innerhalb der eigenen europäischen Institutionen.

Die entscheidende Rolle des Europäischen Parlaments

Mit der Zustimmung der Regierungen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf das Europäische Parlament. Diese Institution muss das Abkommen genehmigen, damit es vorläufig angewendet werden kann. Analysten prognostizieren eine komplizierte Abstimmung im Europaparlament aufgrund des breiten Spektrums an Kritik. 🗳️

Faktoren, die die Ratifizierung bestimmen:
  • Die Notwendigkeit, zusätzliche Garantien zum Schutz der Umwelt einzubeziehen.
  • Die Forderung nach starken Klauseln, die die Interessen der EU-Landwirte schützen.
  • Der intensive Druck der Zivilgesellschaft und verschiedener politischer Gruppen auf die Abgeordneten des Europäischen Parlaments.

Eine unsichere Zukunft für das Abkommen

Der Prozess, damit das EU-Mercosur-Abkommen in Kraft tritt, hat eine Schlüsselpolitische Hürde überwunden, aber die endgültige Ratifizierung steht noch aus. Viele Beobachter halten es für möglich, dass die Abgeordneten des Europäischen Parlaments den Text ablehnen, wenn keine Zugeständnisse in ökologischen und agrarischen Fragen gemacht werden. Das Ergebnis wird zeigen, ob die europäischen Institutionen ihre internen Spaltungen bezüglich des globalen Handels versöhnen können. ⚖️