Die italienische Industrie verlagert Fabriken außerhalb der Europäischen Union

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Mapa ilustrativo que muestra flechas saliendo de Italia hacia destinos como el norte de África, Europa del Este y el sudeste asiático, con iconos de fábricas y gráficos de costes decrecientes.

Die italienische Industrie verlagert Fabriken außerhalb der Europäischen Union

Um Kosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, verlagern zahlreiche italienische Unternehmen ihre Produktionsstätten in Länder außerhalb des EU-Blocks. Diese Strategie reagiert auf den Druck, in Märkten zu konkurrieren, in denen der Endpreis entscheidend ist. Traditionelle Sektoren wie Textil, Schuhindustrie und Maschinenbauteile stehen diesem Wandel voran. 🏭

Bevorzugte Ziele und ihre wirtschaftlichen Vorteile

Die Investitionsströme richten sich hauptsächlich auf drei Regionen: den Norden Afrikas, nicht-europäisches Osteuropa und Südostasien. Länder wie Tunesien, Marokko, Serbien, Ukraine, Vietnam und Bangladesch sind zu Anziehungspolen geworden. Sie bieten eine starke Kombination: überflüssige Arbeitskräfte zu niedrigen Kosten, steuerliche Anreize für ausländische Unternehmen und Industrieflächen zu reduzierten Preisen. Dies ermöglicht es den Unternehmen, mit höheren Margen zu produzieren oder ihre Preise anzupassen, ohne die Rentabilität zu opfern.

Hauptvorteile für die Unternehmen:
  • Zugang zu Arbeitskräften mit deutlich niedrigeren Löhnen als den italienischen Standards.
  • Steuerliche Vorteile und Zuschüsse, die die Anfangsinvestition senken.
  • Weniger bürokratische Hürden und weniger strenge Umwelt- oder Arbeitsvorschriften.
Es ist nicht so, dass Made in Italy verschwindet, sondern manchmal wird nur das Endetikett in Italien genäht, nach einer langen Schiffsreise.

Folgen für das Produktionsmodell in Italien

Dieser Prozess löst eine intensive Debatte im Land aus. Eine unmittelbare Folge ist der Verlust von Arbeitsplätzen in Regionen mit langer Fertigungstradition, was das lokale Produktionsgefüge und das spezialisierte Wissen untergräbt. Viele Unternehmen, die die Fertigung auslagern, entscheiden sich jedoch dafür, in Italien die Phasen mit dem höchsten Mehrwert zu belassen, wie Design, Forschung und Entwicklung (F&E) sowie Vermarktung.

Effekte der Umstrukturierung:
  • Schwächung der lokalen Fertigungsbase und des Know-hows in bestimmten Bereichen.
  • Konzentration der Aktivitäten für Innovation, Marketing und Markenmanagement in Italien.
  • Neudefinition der Geographie der Fertigung, während die Identität des Brandings mit dem Land verbunden bleibt.

Die Zukunft des Made in Italy

Die italienische Industrie gestaltet sich neu. Das Modell wandelt sich von einer integralen Produktion im Land zu einem, das eine globale Lieferkette koordiniert. Das Etikett Made in Italy entwickelt sich weiter, um nicht nur den Fertigungsort darzustellen, sondern vor allem Design, Qualität und Markenpatrimonium. Die Herausforderung wird darin bestehen, globale Effizienz mit der Erhaltung des lokalen Humankapitals und technologischen Kapitals in Einklang zu bringen. 🇮🇹