
Die Kleinhandelsfischerei in Frankreich unterliegt europäischen Quoten
Die Kleinhandelsfischer in Frankreich üben ihren Beruf im strengen Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der Europäischen Union aus. Dieses System legt jährliche Fanglimits pro Art fest, die jedes Mitgliedstaat unter seinen Flotten aufteilen muss. Wer mit traditionellen Methoden und kleinen Booten fischt, muss seine Arbeit an diese Obergrenzen anpassen und zudem Vorschriften zu Größen, Verbotszeiten und den einsetzbaren Fanggeräten einhalten, mit dem erklärten Ziel, die Fanggründe zu erhalten. 🎣
Der regulatorische Rahmen, der die Arbeit definiert
Außer den zugewiesenen Quoten ist der Alltag des Kleinhandelsfischers durch ein komplexes Netz technischer Regeln geprägt. Diese legen beispielsweise die Maschenweite der Netze fest, um zu junge Fische zu vermeiden. Sie definieren auch die Zonen, in denen gefischt werden darf, und schaffen manchmal geschützte Meeresgebiete mit eingeschränktem Zugang. Eine grundlegende Pflicht ist die Führung eines detaillierten Fischereitagesbuchs, in dem alle Fänge und Landungen registriert werden. Dieses Dokument ist entscheidend, um die Einhaltung der Limits zu kontrollieren und die Rückverfolgbarkeit des Fisches bis zum Verbraucher zu gewährleisten.
Wichtige technische Pflichten:- Verwendung von Fanggeräten mit spezifischen Maßen, wie einer mindestmaschenweite, um selektiv zu fischen.
- Einhaltung der Sperr- oder Schutzgebiete, die eingerichtet wurden, um Fischbestände zu regenerieren.
- Führung eines pflichtgemäßen täglichen Registers aller Fang- und Landungsoperationen.
Die Anpassung an die Vorschriften wird manchmal als Fischen mit einem zerfetzten Netz empfunden: Es wird viel Aufwand betrieben, um sie einzuhalten, aber der Nutzen kommt nicht immer an Bord.
Ökonomische Folgen der Regulierung
Für zahlreiche Reedereien im Kleinformat ist die größte Herausforderung, der kontinuierlichen Reduzierung der Quoten für essenzielle kommerzielle Arten wie Kabeljau oder Seehecht standzuhalten. Diese Einschränkung zwingt sie, weniger Tage auf See zu verbringen oder nach alternativen Arten mit geringerem Marktwert zu suchen. Einige Regeln verursachen trotz guter Absichten zusätzliche Betriebskosten, wie die Anpassung der Ausrüstung oder Investitionen in Technologie zur digitalen Dokumentation der Fänge. Zudem verbraucht die Komplexität der administrativen Verfahren wertvolle Zeit, die Fischer für Genehmigungen und Meldungen aufwenden, statt zu fischen.
Herausforderungen für die Rentabilität:- Weniger Möglichkeiten, Arten mit hohem kommerziellem Wert zu fangen aufgrund der Quotenreduktionen.
- Erzwungene Investitionen zur Anpassung des Bootes und Materials an neue Vorschriften.
- Eine erhebliche bürokratische Belastung, die produktive Arbeitsstunden auf See verkürzt.
Gleichgewicht zwischen Erhalt und Produktion
Das System strebt ein komplexes Gleichgewicht an zwischen dem Schutz der Meeresressourcen und der Machbarkeit der Kleinhandelsfischerei, die für viele Küstengemeinden entscheidend ist. Die Rückverfolgbarkeit und strenge Kontrolle sind Säulen, um die Aktivität langfristig nachhaltig zu gestalten. Die Umsetzung dieser Normen muss jedoch die wirtschaftliche Realität der Fischer berücksichtigen, damit der Erhaltungsaufwand nicht die Verantwortungsvollsten unter ihnen in den Ruin treibt. Die Zukunft des Sektors hängt davon ab, diesen Ausgleich zu finden. ⚓