
Die galicischen Meigas: Wächterinnen der Dunkelheit in den urzeitlichen Wäldern
In den tiefen Wäldern von Galicien, wo der Nebel sich mit den Ästen jahrhundertealter Eichen verwebt, hausen Wesen, die das menschliche Verständnis herausfordern. Die Meigas sind keine bloßen Erzählungen aus der Vergangenheit, sondern aktive Präsenzen, die an den Grenzen unserer Wahrnehmung koexistieren und sich zwischen den Schatten bewegen, die das Licht nie zu durchdringen vermag. Ihre Stimmen mischen sich mit dem Flüstern des Windes durch die Täler und bieten süße Versuchungen, die bittere Schicksale verbergen, während ihre skelettartigen Hände die Gewässer stören, in denen der Mond sein silbernes Abbild wirft. 👁️🗨️
Die täuschende Natur der Meigas
Die Glücklichen – oder Unglücklichen –, die ihre Präsenz miterlebt haben, berichten von leeren Augen, die das Licht zu verschlingen scheinen, und Lächeln, die ihre Gesichter nie zu erhellen vermögen, denn ihre übernatürliche Schönheit dient als perfekter Köder für unvorsichtige Seelen. Sie wandern unter den Sterblichen umher, ohne wahrgenommen zu werden, doch ihr Einfluss verdirbt die Realität auf schrittweise und irreversible Weise, wie eine Krankheit, die langsam den Verstand und die Normalität zerfrisst.
Unterscheidungsmerkmale der Meigas:- Fähigkeit, sich unter Menschen zu tarnen, ohne entdeckt zu werden
- Täuschende Schönheit, die unvorsichtige Opfer anzieht
- Verderbender Einfluss, der die umgebende Realität verändert
„Wer in ihr Reich eintritt, verlässt es selten unversehrt, und wenn doch, trägt er eine Saat der Dunkelheit in sich, die in fiebrigen Träumen keimt.“
Die Pakte, die die Seele verzehren
Der Umgang mit einer Meiga entspricht dem Abschluss eines Vertrags, geschrieben mit Tinten aus Schatten. Diese Wesen bieten verwirklärte Wünsche im Tausch gegen Teile deines wesentlichen Selbst: kostbare Erinnerungen, Fragmente der Identität oder Jahre des Daseins, die wie Nebel im Morgengrauen vergehen. Ihre Geschenke enthalten immer verborgene Bedingungen, Flüche, die im Gewebe der Realität verwoben sind und sich in den unerwartetsten Momenten manifestieren. Die Nächte dehnen sich unnatürlich aus, Spiegelbilder zeigen Bilder, die nicht existieren sollten, und eine eisige Kälte nistet sich in den Knochen ein, selbst an den heißesten Sommertagen. 🕯️
Folgen von Pakten mit Meigas:- Veränderung der zeitlichen und räumlichen Wahrnehmung
- Auftritt paranormaler Phänomene im Alltag
- Dauerhafte Kälteempfindung, die wetterbedingten Bedingungen widersteht
Reiche, in denen die Realität verblasst
Die Gebiete, die die Meigas als ihr Eigen beanspruchen, dienen als Schwellen zu traumhaften Dimensionen. Uralte Brunnen mit stillstehenden Wassern, Kreuzungen, wo der Nebel sich weigert zu weichen, und verlassene Häuser, die Chroniken kollektiven Wahnsinns flüstern. In diesen Räumen verzerrt sich die Zeit und die Sinne täuschen; visuelle Erscheinungen sind trügerisch, während das Unbemerkte uns aus dunklen Ecken beobachtet. Tiere meiden diese Orte instinktiv und spüren die Gefahr, die Menschen oft aus Überheblichkeit leugnen. 🌫️
Übliche Orte der Meigas:- Uralte Brunnen mit stehendem, dunklem Wasser
- Kreuzungen von Wegen mit ewigen Nebeln
- Verlassene Gebäude, die Echos des Wahnsinns bewahren
Die stille Wahl
Die mündliche Überlieferung warnt, dass man bei einem eiskalten Kontakt im Nacken beim Dämmerlicht dem Drang widerstehen soll, sich umzudrehen. Es könnte nur eine nächtliche Brise sein... oder der erste Hinweis, dass eine Meiga dich als nächstes Ziel auserkoren hat. Schließlich, was ist eine menschliche Seele anderes als ein weiteres Spielzeug für ihre endlose Sammlung existentieller Trophäen? Diese Wesen betrachten das menschliche Bewusstsein als verbrauchbares Material für ihre ewige Unterhaltung und erinnern uns daran, dass einige Schwellen, einmal überschritten, keinen Rückweg erlauben. 🌌