
Die französische Volksanwältin hinterfragt den Einsatz von Gewalt gegen Migranten
Die von Claire Hédon in Frankreich geleitete Institution hat scharfe Kritik an den Methoden geübt, die die Sicherheitskräfte an der Grenze zum Ärmelkanal einsetzen. Sie verurteilt, dass Mittelstarkwaffen eingesetzt werden, um zu verhindern, dass Migranten versuchen zu übersetzen, eine Praxis, die sie als unverhältnismäßig und gefährlich betrachtet. 🚫
Anklage gegen unverhältnismäßige Taktiken
Laut dem vorgelegten Bericht verwenden die Beamten Gummigeschoss-Werfer, Tränengas und Blendgranaten in Situationen, in denen von den Gruppen keine gewalttätige Bedrohung ausgeht. Am alarmierendsten ist, dass diese Maßnahmen sogar dann ergriffen werden, wenn Kinder anwesend sind, was das Risiko schwerer Verletzungen erhöht. Hédon betont, dass diese Taktiken die grundlegenden Prinzipien von Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit verletzen, die jede Intervention regeln sollten.
Konkret genannte Praktiken:- Einsatz von Gummigeschossen und Gas gegen Gruppen, die nicht aggressiv handeln.
- Werfen von Blendgranaten in Anwesenheit von Minderjährigen.
- Lebensgefährdung durch übermäßigen Einsatz von Gewalt zur Abschreckung.
Diese Praktiken gefährden Leben und verletzen die Prinzipien von Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit, die den Einsatz von Gewalt regeln sollten.
Undurchsichtigkeit bei den Grenzoperationen
Die Institution der Volksanwältin hebt auch ein schwerwiegendes Problem der Mangels an Transparenz hervor. Sie weist darauf hin, dass die Beamten während dieser Einsätze keine Bodycams tragen und die Berichte, die detaillieren, wie und warum Gewalt eingesetzt wird, unzureichend sind. Diese Undurchsichtigkeit verhindert eine effektive Überwachung der Handlungen der Polizeikräfte und erschwert die Rechenschaftspflicht für ihre Taten.
Identifizierte Kontrollprobleme:- Völliges Fehlen von Videoaufnahmen mit tragbaren Kameras.
- Mangelhafte offizielle Dokumentation von Vorfällen mit Gewaltanwendung.
- Schwierigkeiten bei der Überprüfung und Nachverfolgung der Grenzaktionen.
Empfehlungen für eine Änderung der Doktrin
Um diese Situation zu beheben, schlägt die Volksanwältin konkrete Maßnahmen vor. Die wichtigste ist das Verbot dieser Waffen, wenn das einzige Ziel die Verhinderung von Ausfahrten ist. Darüber hinaus fordert sie die Einführung einer klaren operativen Doktrin, die ihren Einsatz streng einschränkt, und die systematische Nutzung von Kameras bei allen Einsätzen. Das endgültige Ziel ist der Schutz der Grundrechte und die Sicherstellung, dass jeder Einsatz von Gewalt ordnungsgemäß begründet und dokumentiert ist. Es scheint, dass die aktuelle Abschreckungsstrategie knifflige Werkzeuge der Schutz vulnerabler Personen vorzieht, ein Ansatz, der vielleicht mehr Überwachung als Bewaffnung erfordert. 👁️