Die Europäische Union verschärft ihre Migrations- und Visumpolitik

Veröffentlicht am 30. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Mapa de la Unión Europea con iconos de personas y un sello de visado superpuesto, simbolizando la nueva política de control fronterizo y migratorio.

Die Europäische Union verschärft ihre Migrations- und Visumpolitik

Die Europäische Kommission, angeführt vom Innenkommissar Magnus Brunner, hat einen neuen Plan zur Steuerung der Migrationsströme vorgestellt. Obwohl die ungenehmigten Ankünfte bereits abnahmen, beharrt die EU darauf, zu entscheiden, wer eintreten darf und unter welchen Regeln. Die Strategie zielt darauf ab, diese Zahlen weiter zu senken, gegen Menschenschmuggelmafias vorzugehen und das Asylsystem nach ihren Parametern funktionieren zu lassen. Dazu wird sie auf Zusammenarbeit mit Drittländern setzen, Druck auf nicht kooperierende ausüben und Verfahren zur Rückführung beschleunigen. 🛂

Ein Ansatz mit festen Grenzen und internationalen Abkommen

Das Maßnahmenpaket umfasst strengere Grenzkontrollen und ein anspruchsvolleres Visumsystem. Dieses Visumsystem wird direkt daran gekoppelt, ob Herkunftsländer die Rückführung ihrer Bürger durch die EU akzeptieren. Die Zusammenarbeit mit diesen Staaten ist ein zentraler Pfeiler, da Brüssel Readmissionsabkommen verhandeln und diplomatischen sowie wirtschaftlichen Druck auf Widerstrebende ausüben plant. Das Ziel ist ein Mechanismus, der illegale Grenzübertritte abschreckt und Rückführungen beschleunigt.

Zentrale Säulen der neuen Strategie:
  • Einführung strengerer Grenzkontrollen und eines bedingten Visumsystems.
  • Verhandlung Readmissionsabkommen mit Ländern außerhalb der EU.
  • Ausübung diplomatischen und wirtschaftlichen Drucks auf nicht kooperierende Nationen bei Rückführungen.
Ein geordnetes und kontrolliertes Migrationssystem ist die Grundlage, um Ströme effektiv zu managen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren.

Ein Fünf-Jahres-Plan mit doppelten Zielen

Diese Maßnahmen sind Teil einer Fünf-Jahres-Strategie, die priorisiert, festere Grenzen zu schaffen und schneller zu handeln. Die Politik verfolgt zwei scheinbar gegensätzliche Ziele: irreguläre Ankünfte zu verhindern und gleichzeitig qualifizierte Fachkräfte anzuziehen, um Lücken auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu schließen. Die Kommission betont, dass ein vorhersehbares Migrationsrahmenwerk essenziell ist, um Bevölkerungsbewegungen effektiv zu steuern.

Schlüsselziele des Plans:
  • Festigung der äußeren Grenzen der EU und Beschleunigung administrativer Verfahren.
  • Verhinderung irregulärer Migration und Bekämpfung von Schmuggelnetzwerken.
  • Anlockung qualifizierten Talents, das zur Wirtschaft der Mitgliedstaaten beiträgt.

Verschärfung in einer Phase sinkender Zahlen

Auffällig ist, dass ein großes Stärkungspaket der Politik genau dann angekündigt wird, wenn die Zahlen irregulärer Ankünfte bereits rückläufig sind. Dies wirft die Frage auf, ob politisches Handeln immer hinter der Realität herhinken muss, um proaktiv zu wirken und internem Druck gerecht zu werden. Der Erfolg dieser Strategie hängt von ihrer praktischen Umsetzung und der echten Kooperation der Partnerländer ab, jenseits bloßer Ankündigungen. 🔍