
Die Europäische Kommission schlägt Regeln vor, um europäische grüne Technologie in öffentlichen Aufträgen zu priorisieren
Die Europäische Kommission hat ein Set von Maßnahmen vorgelegt, das beabsichtigt, zu modifizieren, wie die öffentlichen Institutionen der Europäischen Union erwerben nachhaltige Technologie. Der Vorschlag verlangt, dass diese grünen Produkte spezifische Kriterien hinsichtlich des Prozentsatzes ihres Werts erfüllen, der auf europäischem Territorium hergestellt wird, um an offiziellen Ausschreibungen teilnehmen zu können. Diese Initiative zielt darauf ab, die industrielle Basis des Kontinents in strategischen Bereichen zu stärken und gleichzeitig die Abhängigkeit von Lieferanten außerhalb der EU zu verringern, ein entscheidender Aspekt im aktuellen geopolitischen Szenario. Der Vorschlag ist Teil der umfassenderen Bemühungen des Europäischen Green Deals. 🌍
Produkte, die von den neuen Regeln betroffen wären
Die Regelung würde sich in einer ersten Phase auf Kategorien konzentrieren, die essenziell für den Fortschritt zu einer dekarbonisierten Wirtschaft sind. Für diese Produkte würden minimale Schwellenwerte für europäischen Inhalt festgelegt, entweder gemessen am Mehrwert oder an lokal produzierten Komponenten. Einrichtungen, die Aufträge über einen bestimmten Wert ausschreiben, wären verpflichtet, diese Präferenzkriterien anzuwenden, was den in den Gemeinschaftsgrenzen produzierenden Unternehmen wettbewerbsfähig zugutekäme.
Haupt eingeschlossene Kategorien:- Batterien zur Speicherung erneuerbarer Energie und für Elektromobilität.
- Solarpaneele und ihre Schlüsselkomponenten zur Erzeugung photovoltaischer Energie.
- Elemente für Windkraftanlagen, fundamental für Windenergie.
- Elektrofahrzeuge für öffentliche Verkehrsflotten und Dienste.
„Lokal kaufen ist nicht mehr nur für Agrarmärkte, sondern auch für Windparks und städtische Elektrobusflotten.“
Das Gleichgewicht zwischen strategischer Autonomie und Protektionismus
Die Maßnahme eröffnet eine Debatte zwischen dem Impuls zur strategischen Autonomie Europas und dem möglichen Risiko, in protektionistische Praktiken abzurutschen. Befürworter der Norm argumentieren, dass es entscheidend ist, zu gewährleisten, robuste Lieferketten zu sichern und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Europa zu schaffen. Andererseits warnen Kritiker, dass sie die Kosten des ökologischen Übergangs erhöhen könnte, indem sie die Konkurrenz einschränkt und die Einführung global verfügbarer, günstigerer Technologien behindert.
Schlüsselargumente der Debatte:- Dafür: Resilienz in den Lieferketten, Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze in der EU und Sicherheit in kritischen Sektoren.
- Dagegen: Mögliche Verteuerung des grünen Übergangs, Einschränkung internationaler Konkurrenz und Risiko einer Verzögerung der Technologieadoption.
- Position der Kommission: Verteidigt, dass die Regeln mit den Abkommen der Welthandelsorganisation vereinbar sind, da sie nur auf Regierungsbeschaffungen angewendet werden und nicht auf den allgemeinen Markt.
Nächste Schritte im legislativen Prozess
Das von der Europäischen Kommission vorgelegte Maßnahmenpaket muss nun vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union debattiert und genehmigt werden. Dieser Prozess wird die endgültige Form der Regelung und die genauen Schwellenwerte für den erforderlichen lokalen Inhalt bestimmen. Die Initiative markiert einen bedeutenden Schritt in der Strategie der EU, ihr eigenes industrielles Schicksal in dem globalen Rennen um saubere Technologien zu kontrollieren, indem sie die interne Produktion priorisiert, ohne die Türen zum Weltmarkt vollständig zu schließen. 🔧