Die EU setzt CBAM um und erhöht die Baukosten in Spanien

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Infografía que muestra el flujo del Mecanismo de Ajuste en Frontera por Carbono (CBAM): un barco con contenedores de acero y cemento se dirige hacia el símbolo de la UE, con gráficos de emisiones de CO2 y certificados digitales que se intercambian. Al fondo, un mapa de España con iconos de edificios y grúas de construcción.

Die EU setzt den CBAM um und beeinflusst die Baukosten in Spanien

Die Europäische Union hat begonnen, den CBAM (Mechanismus für die Anpassung an der Grenze aufgrund von Kohlenstoff, Carbon Border Adjustment Mechanism) anzuwenden, eine Regelung, die von manchen als Klimazoll bezeichnet wird. Dieses System belastet bereits wichtige Importe wie Stahl, Zement und Strom. Sein Hauptziel ist es, dass Waren, die auf den europäischen Markt gelangen, für den bei ihrer Produktion emittierten Kohlenstoff zahlen, um so die Bedingungen mit der lokalen Industrie auszugleichen, die bereits die gemeinschaftlichen Umweltauflagen erfüllt. Dies erhöht direkt die Ausgaben für Sektoren wie den Bausektor in Ländern, die auf den Import dieser Materialien angewiesen sind, wie Spanien 🏗️.

Wie funktioniert die grenzüberschreitende Kohlenstoffsteuer?

Der Mechanismus richtet sich zunächst an Produkte mit hoher Kohlenstoffintensität und dem Risiko, dass Unternehmen ihre Produktion in Länder mit laxeren Umweltauflagen verlagern, ein Phänomen, das als Kohlenstoffabwanderung bekannt ist. Nun müssen Importeure die eingegebenen Emissionen in ihren Waren deklarieren und äquivalente digitale Zertifikate erwerben. Wenn der Produzent im Ausland bereits einen Preis für Kohlenstoff in seinem Land gezahlt hat, kann dieser Betrag abgezogen werden. Dieser Prozess soll die europäische Industrie vor unfairem Wettbewerb schützen, während die EU voranschreitet, ihre eigenen Emissionen zu reduzieren.

Schlüsselpfeiler des CBAM:
  • Emissionen deklarieren: Importeure müssen den Kohlenstofffußabdruck der in die EU eingeführten Produkte berechnen und melden.
  • Zertifikate kaufen: Digitale Genehmigungen werden erworben, deren Preis an den Kohlenstoffpreis auf dem europäischen Markt (ETS) gekoppelt ist.
  • Vorherige Zahlungen abziehen: Wenn der ausländische Hersteller bereits eine ähnliche Steuer in seinem Herkunftsland gezahlt hat, wird dieser Betrag abgezogen, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.
Jetzt erfordert der Bau eines Hauses nicht nur Ziegel und Aufwand, sondern auch ein Zertifikat, das angibt, wie sehr die Atmosphäre gehustet hat, um sie herzustellen.

Direkte Auswirkungen auf die spanische Wirtschaft und den Bausektor

Für Spanien, einen großen Importeur von Stahl und Zement, bedeutet der CBAM einen direkten Preisanstieg dieser grundlegenden Rohstoffe. Dieser Anstieg wird unvermeidlich auf die Endkosten für den Bau von Wohnhäusern und die Entwicklung von Infrastrukturen übertragen. Spanische Unternehmen sind gezwungen, ihre Lieferketten zu überprüfen und präzise den Kohlenstofffußabdruck der verwendeten Materialien zu berechnen. Langfristig wird erwartet, dass dieser Mechanismus globale Lieferanten dazu anregt, ihre Fertigungsvorgänge zu dekarbonisieren, aber kurzfristig stellt er eine erhebliche wirtschaftliche Herausforderung für bereits unter Druck stehende Sektoren dar.

Sofortige Konsequenzen für Spanien:
  • Teurer werdende Rohstoffe: Preisanstieg bei importiertem Stahl und Zement, der Basis des Bausektors.
  • Anpassung der Lieferkette: Unternehmen müssen Lieferanten mit geringerem Kohlenstofffußabdruck suchen oder ihre Einkäufe optimieren.
  • Neue administrative Belastung: Notwendigkeit, Systeme zur Messung, Meldung und Verifizierung der Emissionen der Produkte zu entwickeln.

Eine grünere Zukunft mit hohen Anfangskosten

Der CBAM markiert einen Wendepunkt in der globalen Klimapolitik, indem er die Kosten der Emissionen in den internationalen Handel internalisiert. Während er die europäische Industrie schützt, übt er auch Druck auf Handelspartner aus, sauberere Technologien zu übernehmen. Für Spanien besteht die Herausforderung darin, diesen Übergang zu managen, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit seiner Basissektoren übermäßig leidet. Der Weg zu einer dekarbonisierten Wirtschaft führt nun über die Zahlung eines realen Preises für Kohlenstoff, von der Fabrik bis zur Baustelle 🏭➡️🏠.