
Die Erwärmung der Arktis verursacht bereits irreversible Veränderungen
Eine kürzliche Studie bestätigt, dass einige Auswirkungen der Erwärmung in der Arktis bereits irreversibel sind, selbst wenn es gelingt, das Kohlendioxid in der Atmosphäre zu reduzieren. Die Wissenschaftler modellierten ein Szenario, in dem die CO2-Emissionen vollständig eliminiert werden, nachdem die Region eine Schwellentemperatur überschritten hat. Sie stellten fest, dass bestimmte Veränderungen nicht rückgängig gemacht werden, wenn die CO2-Werte sinken, was darauf hindeutet, dass das arktische Klimasystem Punkte ohne Wiederkehr überschritten hat. 🌍
Das Klimamodell offenbart eine neue Realität
Die Forschung, veröffentlicht in Nature Climate Change, nutzte ein komplexes Klimamodell, um eine Zukunft zu simulieren, in der die CO2-Konzentrationen einen Höhepunkt erreichen und dann auf vorindustrielle Niveaus sinken. Das Hauptresultat ist, dass der Arktische Ozean dauerhaft im Sommer eisfrei werden könnte, unabhängig davon, ob Treibhausgase reduziert werden. Die im Ozean gespeicherte Wärme und die Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation halten diese neuen Bedingungen aufrecht. Dieses Phänomen wird als Hysteresis bezeichnet, bei dem das System nicht in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehrt, wenn die Ursache umgekehrt wird. ❄️➡️🌊
Als irreversibel im Modell identifizierte Veränderungen:- Zunahme der Niederschläge: Regen auf Schnee intensiviert sich und nimmt nicht ab, wenn das CO2 sinkt.
- Abnahme der Meereisausdehnung: Der Eisschwund im Sommer wird zu einem permanenten Systemzustand.
- Veränderung der ozeanischen und atmosphärischen Zirkulation: Die Muster von Wärme und Kälte werden dauerhaft umstrukturiert.
Es scheint, als hätte die Arktis ein Langzeitgedächtnis und vergisst eine Erwärmung nicht so leicht, auch wenn wir uns später mit sinkendem CO2 entschuldigen wollen.
Die Folgen reichen über das Eis hinaus
Der irreversible Verlust von Meereis betrifft das gesamte arktische Ökosystem. Zudem beschleunigt die Zunahme von Regen auf Schnee das Schmelzen des Landes und setzt mehr Methan frei, ein weiteres starkes Treibhausgas. Diese lokalen Veränderungen beeinflussen auch die Klimamuster der Nordhalbkugel und könnten die Jetstreams sowie extreme Wetterereignisse in mittleren Breitengraden verändern. Das Fenster, um diese permanenten Schäden zu verhindern, schließt sich rasch. 🐻❄️
Kettenreaktionen der irreversiblen Veränderungen:- Arktisches Ökosystem: Bedroht das Überleben von Arten wie Eisbären und wirkt sich auf menschliche Gemeinschaften aus, die vom Eis abhängen.
- Freisetzung von Methan: Das Auftauen des Permafrosts setzt dieses Gas frei und verstärkt den globalen Treibhauseffekt weiter.
- Globales Klima: Veränderung der Muster extremer Wetterereignisse wie Hitzewellen und Stürme in Regionen fern der Arktis.
Eine Zukunft mit einer transformierten Arktis
Die Erkenntnisse unterstreichen, dass einige Transformationen in der Arktis bereits feststehen und sich nicht allein durch Reduzierung der Emissionen rückgängig machen lassen. Dies definiert die Ziele der Klimamilderung neu, die sich nun auch auf die Anpassung an unvermeidbare Veränderungen konzentrieren müssen und darauf, weitere Punkte ohne Wiederkehr in anderen Regionen des Planeten zu verhindern. Sofortiges Klimahandeln bleibt entscheidend, um den Umfang dieser permanenten Schäden zu begrenzen. ⏳