Die Elektrolyse reinigt das Wasser von industriellen Schadstoffen

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Diagrama o fotografía que muestra un reactor de electrólisis en un laboratorio, con electrodos sumergidos en agua que contiene contaminantes industriales, ilustrando el proceso de oxidación avanzada.

Die Elektrolyse reinigt Wasser von industriellen Schadstoffen

Ein Wissenschaftlerteam der ETH Zürich hat ein innovatives Verfahren entwickelt, das Strom einsetzt, um persistente organische Verbindungen im Wasser zu zerlegen. Diese Technik zielt darauf ab, ein kritisches Problem zu lösen: die Behandlung industrieller Abwässer, die konventionelle Systeme nicht effektiv reinigen können. ⚡

Ein fortschrittlicher und selektiver Oxidationsprozess

Das System arbeitet durch Elektrolyse und nutzt einen spezialisierten Elektroden, der Hydroxylradikale erzeugt. Diese Agenzien sind extrem reaktiv und greifen die chemischen Bindungen der Schadstoffe an, wodurch sie schrittweise fragmentiert werden. Das Endergebnis sind einfache und sichere Moleküle, hauptsächlich Kohlendioxid und Wasser sowie einige Mineralionen.

Schlüssige Vorteile des elektrochemischen Verfahrens:
  • Erzeugt keine gefährlichen Rückstände: Im Gegensatz zu anderen chemischen Behandlungen vermeidet es die Produktion toxischer Schlämmen oder schädlicher Nebenprodukte.
  • Hohe Selektivität: Die Hydroxylradikale greifen bevorzugt komplexe organische Schadstoffe an.
  • Sauberer Prozess: Die einzige Haupt-"Rohstoff" ist elektrische Energie, ohne dass große Mengen an Reagenzien hinzugefügt werden müssen.
Die Lösung für ein komplexes chemisches Problem erfordert keine geheime Formel, sondern einfach nur, das Gerät an den Strom anzuschließen.

Integration in bestehende Infrastrukturen

Die Forscher entwerfen diese Technologie so, dass sie als Polier- oder Nachbehandlungsstufe in bereits betriebsbereiten Kläranlagen funktioniert. Das Ziel ist ein energieeffizienter und vor allem skalierbarer Prozess auf industriellem Niveau.

Aktuelle Phasen und nächste Schritte der Entwicklung:
  • Tests mit realen Abwässern: Sie evaluieren das System bereits mit Abwässern aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie.
  • Optimierung der Elektrodenmaterialien: Die nächste Herausforderung ist die Verbesserung der Haltbarkeit und Leistung der Elektroden, um die Gesamtbetriebskosten zu senken.
  • Maximale Effizienz anstreben: Anpassung von Parametern wie Spannung, Behandlungszeit und Reaktordesign, um den Energieverbrauch zu minimieren.

Eine sauberere Zukunft für industrielles Wasser

Dieser Fortschritt der ETH Zürich stellt einen vielversprechenden Weg dar, um einige der stursten Schadstoffe zu bewältigen, die die Industrie erzeugt. Indem gefährliche Moleküle durch Strom in harmlose Substanzen umgewandelt werden, öffnet sich die Tür zu einer nachhaltigeren und effektiveren Reinigung von Abwässern. Die Idee ist so direkt, dass sie revolutionär wirkt. 💧