Die Budapester Staatsanwaltschaft klagt Bürgermeister Gergely Karácsony wegen Leitung des LGTBQ+-Pride an

Veröffentlicht am 29. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
El alcalde de Budapest, Gergely Karácsony, hablando en un mitin público, con una bandera del arcoíris de fondo.

Die Staatsanwaltschaft von Budapest klagt den Bürgermeister Gergely Karácsony an, weil er den LGBTQ+-Pride leitet

Die ungarischen Justizbehörden haben ein Verfahren gegen den liberalen Oberbürgermeister der Hauptstadt, Gergely Karácsony, eingeleitet. Sie werfen ihm vor, die Organisation und Leitung der LGBTQ+-Pride-Demonstration im Juni 2025 zu verantworten, die mit der höchsten Teilnehmerzahl in der Geschichte des Landes stattfand. Dieser rechtliche Schritt erfolgt nachdem die Sicherheitskräfte die Veranstaltung verboten hatten und sich auf ein neues Gesetz zum Schutz Minderjähriger beriefen. 🏛️

Vom Verdächtigen zum Angeklagten: die Reaktion des Bürgermeisters

Angesichts der Anklagen hat Karácsony eine feste und herausfordernde Haltung eingenommen. Er erklärte, dass seine Situation von einem "stolzen Verdächtigen" zu einem "stolzen Angeklagten" evolviert sei, und betonte, dass sein Ziel darin bestand, das Recht auf Versammlungsfreiheit in Ungarn zu verteidigen. Dieser Vorfall spielt sich in einem Klima zunehmender Konfrontationen über Bürgerrechte ab während der Amtszeit des Ministerpräsidenten Viktor Orbán, dessen Partei Gesetze vorangetrieben hat, die nach Ansicht vieler Beobachter diese Rechte einschränken. 🏳️‍🌈

Wichtige Punkte der Anklage:
  • Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Karácsony die Vorschriften zu öffentlichen Versammlungen verletzt habe, indem er das offizielle Verbot missachtet hat.
  • Sie streben die Verhängung einer Geldstrafe über ein verkürztes Verfahren an, ohne dass ein Prozess erforderlich ist.
  • Das Ereignis zog eine historisch große Menge an, was die rechtliche Lage nach Ansicht der Staatsanwälte verschärft.
"Von stolzem Verdächtigen zu stolzem Angeklagten. Ich handelte, um die Freiheit der Vereinigung in unserem Land zu verteidigen." - Gergely Karácsony, Bürgermeister von Budapest.

Der rechtliche Rahmen und der politische Konflikt

Das neue Kinderschutzgesetz war das Instrument, das die Polizei nutzte, um die Demonstration zu verbieten. Nun verfolgen die Staatsanwälte den Bürgermeister wegen der Missachtung dieses ausdrücklichen Befehls. Dieser Fall ist ein greifbares Beispiel für den Zusammenstoß zwischen der Stadtverwaltung von Budapest, die von der liberalen Opposition geführt wird, und der konservativen nationalen Regierung Orbáns. Das Endergebnis könnte einen wichtigen Präzedenzfall schaffen, wie Einschränkungen bei öffentlichen Demonstrationen in Ungarn angewendet werden. ⚖️

Kontext und Präzedenzfälle:
  • Es ist nicht das erste Mal, dass ein ungarischer Politiker wegen einer Parade gerichtliche Schritte gegen sich erlebt.
  • Allerdings scheint es das erste Mal zu sein, dass der Beschuldigte die Anklage mit so viel Stolz annimmt.
  • Das Auslangen könnte zukünftige Konflikte zwischen lokalen Behörden und der Zentralregierung beeinflussen.

Ein Fall, der einen größeren Kampf definiert

Dieses Verfahren geht über die Person Karácsonys hinaus und wird zu einem Symbol des Kampfes um Bürgerrechte in Ungarn. Während die Staatsanwaltschaft versucht, den Bürgermeister zu sanktionieren, hallt seine stolze Antwort bei seinen Anhängern und in der Opposition wider. Der Fall zeigt die anhaltende Spannung zwischen der kommunalen Macht und der nationalen Exekutive, und seine Auflösung wird bestimmen, wie Gesetze interpretiert werden, die das Recht auf Protest regeln. Der rechtliche und politische Kampf ist eröffnet. 🤝