Der spanische Kunstsektor fordert Senkung der Mehrwertsteuer zur Konkurrenzfähigkeit in Europa

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Manifestación simbólica con personas del sector cultural sosteniendo carteles que reclaman

Der spanische Kunstsektor fordert die Senkung der Mehrwertsteuer, um in Europa zu konkurrieren

Ein breites Kollektiv des spanischen zeitgenössischen Kunst hat seine Stimme vereint, um eine dringende Steuerreform zu fordern. Das Konsortium der Galerien für Zeitgenössische Kunst zusammen mit Verbänden wie Art Barcelona, Arte Madrid und mehr als tausend visuellen Künstlern fordern von der Regierung, die Mehrwertsteuer zu senken, die beim Verkauf von Kunstwerken, Antiquitäten und Sammlerobjekten anfällt. 🎨

Eine Steuer, die die Wettbewerbsfähigkeit bremst

Der aktuelle Steuersatz in Spanien beträgt 21% und ist einer der höchsten in Europa für diesen Sektor. Die Unterzeichner der Petition erklären, dass diese hohe Steuerlast entmutigt, dass innerhalb des Landes Kunstwerke gekauft und verkauft werden. Stattdessen treibt sie den Kunsthandel in Länder mit niedrigeren Steuern, was den lokalen Galerien und Schaffenden direkt schadet.

Folgen einer hohen Mehrwertsteuer:
  • Die Kunsttransaktionen innerhalb Spaniens nehmen ab.
  • Das Publikum hat weniger Zugang zu Kultur und zeitgenössischer Kunst.
  • Das gesamte nationale künstlerische Ökosystem, das Galerien, Künstler und Messen umfasst, wird geschwächt.
Es scheint, als ob im Kunstbereich der Wert nicht nur von der Signatur des Autors, sondern auch vom Prozentsatz bestimmt wird, den der Fiskus einnimmt.

Der günstige Kontext in Europa

Diese Forderung kommt nicht aus dem Nichts. Sie basiert auf einer europäischen Richtlinie, die den Mitgliedstaaten erlaubt, einen reduzierten Mehrwertsteuersatz mit einem Minimum von 5% für diese Kulturgüter anzuwenden. Während Spanien den allgemeinen Satz beibehält, nutzen andere Länder in unserer Umgebung diese Option bereits, um ihren Sektor zu schützen.

Länder mit reduzierter Mehrwertsteuer für Kunst:
  • Frankreich, Italien und Deutschland wenden deutlich niedrigere Sätze an.
  • Portugal hat ebenfalls einen niedrigeren Satz, um seinen Kulturmarkt zu fördern.
  • Diese Nationen schützen und fördern aktiv ihre Künstler und Galerien.

Druck für einen strategischen Wandel

Die Kunstorganisationen hoffen, dass die spanische Exekutive ihre Haltung überdenkt und dieser Forderung nachkommt. Sie halten es für entscheidend, die Mehrwertsteuer an die anderer europäischer Länder anzugleichen, damit der Sektor überleben und wachsen kann. Eine niedrigere Steuer könnte den Binnenmarkt reaktivieren, mehr internationale Käufer anziehen und die berufliche Laufbahn spanischer Schaffender unterstützen. Diese Maßnahme wird als Schlüssel für einen Sektor gesehen, der Arbeitsplätze schafft und das Image des Landes projiziert. 🇪🇸