
Der OCP DC-MHS-Standard definiert neu, wie Server für KI gestaltet werden
Die Branche sucht den Rückzug von starren Formaten. Das Open Compute Project (OCP) fördert das Formfaktor DC-MHS (Data Center – Modular Hardware System), einen offenen Standard, der modernisieren soll, wie Server für Rechenzentren und Workloads von Künstlicher Intelligenz gebaut werden. Dieses modulare System lässt traditionelle Designs wie E-ATX hinter sich und setzt auf eine breitere Architektur, die sich auf Wärmeableitung und einfache Skalierbarkeit konzentriert. 🚀
Ein breites Design für mehr Leistung und Wärme
Das markanteste physische Merkmal des DC-MHS ist die erhöhte Breite seiner Hauptplatine. Dieser zusätzliche Platz ermöglicht eine logischere Anordnung der Komponenten, indem er energiereiche Bereiche isoliert, um den Luftstrom zu verbessern und Wärme effektiv abzuleiten. Darüber hinaus ermöglicht es die Integration eines leistungsstärkeren und direkteren Stromsystems, das CPUs und GPUs hoher Leistung ohne übliche Einschränkungen versorgen kann. Die Architektur reserviert auch Platz für den nativen Anschluss weiterer Rechenbeschleuniger und Hochgeschwindigkeits-E/S-Karten, was die Ausführung von KI- und Machine-Learning-Aufgaben optimiert.
Schlüsselvorteile des breiten Designs:- Überlegene Kühlung: Die Trennung leistungsstarker Komponenten verbessert den Luftstrom und leitet Wärme effektiver ab.
- Robuste Stromversorgung: Erleichert die Implementierung von Stromsystemen, die GPUs und CPUs mit extremen Anforderungen standhalten können.
- Native Erweiterung: Bietet Platz für die direkte Integration von Beschleunigern und Hochgeschwindigkeits-E/S-Karten auf der Platine.
Das DC-MHS zielt darauf ab, ein Hardware-Ökosystem zu schaffen, in dem Ausrüstung agiler skaliert und gewartet werden kann, mit weniger Abfall.
Modularität für maximale Dichte und Flexibilität
Das System ist in austauschbare Module strukturiert: eine Hauptplatine (Motherboard), ein Management-Modul (Management Module) und E/S-Module (I/O Modules). Dieser modulare Ansatz ermöglicht Rechenzentrumsbetreibern, Server freier zu konfigurieren und zu aktualisieren, indem sie Komponenten unterschiedlicher Anbieter kombinieren. Das Standardgehäuse ist für eine sehr dichte Verpackung dieser Module in einem Rack ausgelegt und maximiert die Datenverarbeitungskapazität pro physischer Einheit.
Komponenten des modularen Systems:- Hauptplatine (Motherboard): Der Kern des Systems mit breitem Design zur Verteilung von Strom und Verbindung von Komponenten.
- Management-Modul (Management Module): Überwacht und steuert die Serverhardware.
- E/S-Module (I/O Modules): Stellen Netzwerk- und Speicherverbindungen bereit und können angepasst werden.
Eine Zukunft der Interoperabilität und Herausforderungen
Obwohl es verspricht, die Vielfalt proprietärer Designs zu ordnen, fragen sich einige in der Branche, ob dieser neue Standard nicht einfach zu einem weiteren Format in einer bereits langen Liste wird. Der Erfolg hängt davon ab, ob Hersteller ihn weitgehend übernehmen. Das endgültige Ziel ist klar: gemeinsame Spezifikationen für Hauptplatine, Gehäuse und Erweiterungsmodule zu definieren, was es verschiedenen Unternehmen erleichtert, kompatible Komponenten zu entwickeln. Dies fördert die Interoperabilität und reduziert die Abhängigkeit von geschlossenen Lösungen, potenziell Kosten senkend und Innovation beschleunigend. Der Weg zu wirklich offenem und effizientem Rechenzentrums-Hardware ist eingeschlagen. ⚙️