Das LHC wird aktualisiert, um höhere Luminosität zu erreichen

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Ilustración técnica que muestra una sección del túnel del Gran Colisionador de Hadrones (LHC) con nuevos imanes superconductores siendo instalados por técnicos, destacando los componentes criogénicos y la complejidad de la infraestructura.

Der LHC wird aktualisiert, um höhere Luminosität zu erreichen

Der Große Hadronen-Kollider (LHC) des CERN hat eine umfangreiche Phase der technischen Inaktivität begonnen, die bis 2029 andauern wird. Diese Pause bedeutet nicht das Ende der Forschung, sondern markiert den Beginn einer ambitionierten Transformation: der Installation des High-Luminosity LHC (HL-LHC). Das zentrale Ziel ist es, die Luminosität des Beschleunigers drastisch zu erhöhen, ein Schlüsselfaktor, der bestimmt, wie viele Teilchenkollisionen produziert werden können. Durch die Steigerung dieses Parameters werden die Detektoren eine beispiellose Menge an Ereignissen aufzeichnen können, was den Wissenschaftlern ermöglicht, extrem seltene physikalische Phänomene mit nie dagewesener Präzision zu analysieren 🔬.

Technische Transformation zur Multiplikation der Daten

Um diesen quantitativen Sprung zu ermöglichen, erfordert das HL-LHC-Projekt den Austausch und die Verbesserung kritischer Komponenten entlang des 27 Kilometer langen unterirdischen Rings. Es werden leistungsfähigere supraleitende Magnete installiert, die kryogenen Systeme werden aktualisiert und die Kollimatorelemente optimiert. Ein grundlegender technologischer Wechsel ist die Einführung von Magneten, die aus Niob-Zinn gefertigt sind. Dieses Verbundmaterial kann intensivere Magnetfelder erzeugen, was essenziell ist, um die Protonenstrahlen präziser zu fokussieren und sie an den Interaktionspunkten zu komprimieren. Darüber hinaus wird die gesamte Vakuum-Infrastruktur und die Schutzsysteme verstärkt, um die anspruchsvolleren Betriebsbedingungen der neuen Ära zu bewältigen.

Hauptmaßnahmen am Beschleuniger:
  • Austausch der konventionellen supraleitenden Magnete durch solche aus Niob-Zinn, um stärkere Magnetfelder zu erzeugen.
  • Verbesserung der kryogenen Systeme, die die ultraniedrigen Temperaturen für die Supraleitung aufrechterhalten.
  • Optimierung der Kollimatoren, Geräte, die die Teilchenstrahlen reinigen, um höhere Intensitäten zu bewältigen.
Die Pause ist ein notwendiger Schritt, damit die komplexeste Maschine der Welt unerschlossene Gebiete der Realität erkunden kann.

Die großen Experimente werden ebenfalls erneuert

Während die Techniker im Tunnel arbeiten, unterziehen sich die vier Hauptexperimente (ATLAS, CMS, ALICE und LHCb) tiefgreifenden Erneuerungen. Ihre Detektoren erhalten neue, schnellere und strahlungsresistente Elektronik sowie aktualisierte Datensysteme. Die wissenschaftliche Gemeinschaft schätzt, dass, wenn der HL-LHC in Betrieb geht, die Menge an angesammelten Daten im Vergleich zur vorherigen Phase um das Zehnfache multipliziert wird. Dieser Datenfluss wird die Tür öffnen, um die Eigenschaften des Higgs-Bosons mit extremer Genauigkeit zu messen und neue Physik jenseits des Standardmodells zu suchen.

Wichtige wissenschaftliche Ziele mit dem HL-LHC:
  • Detaillierte Charakterisierung des Higgs-Bosons und seiner Wechselwirkungen ohne Präzedenz.
  • Suche nach Beweisen für Teilchenkandidaten, die dunkle Materie bilden könnten.
  • Erkundung der möglichen Existenz von zusätzlichen Dimensionen oder neuer Symmetrie bei Teilchen.

Ein Horizont der Entdeckungen

Diese verlängerte Pause ist daher eine Phase intensiver Vorbereitungsaktivitäten. Während der Kollider ruht, haben die theoretischen Physiker und Analytiker die Aufgabe, die enorme Menge an bereits in früheren Phasen gesammelten Daten zu verarbeiten und sicherzustellen, dass es in den Labors keine Zeit für Trägheit gibt. Der HL-LHC ist nicht nur eine Verbesserung; er ist der Einstieg in eine neue Grenze des Wissens, wo jede Kollision die Antwort auf fundamentale Fragen zur Struktur des Universums bergen könnte 🌌.