
Das Kulturministerium integriert zwei Skulpturen von Luisa Roldán in das Museo Nacional de Escultura
Das Kulturministerium ergänzt die öffentlichen Sammlungen um zwei außergewöhnliche Stücke des spanischen Barock. Es handelt sich um die Skulpturen San Joaquín und Santa Ana con la Virgen Niña, geschaffen von Luisa Roldán, bekannt als La Roldana. Aus einer privaten Sammlung stammend, ist ihr endgültiges Ziel das Museo Nacional de Escultura in Valladolid. Diese Maßnahme ist Teil der Strategie, das Erbe der staatlichen Museen mit Werken von hohem Wert zu bereichern. Das Prado-Museum, das die Sammlung verwaltet, kooperiert, um die Stücke in ihren idealen Ausstellungskontext zu integrieren. 🏛️
Zwei Skulpturen, die eine Familiengeschichte erzählen
Beide Werke sind Holzschnitzereien in polychromer Ausführung, die die Eltern der Jungfrau Maria darstellen. Zusammen ermöglichen sie die Visualisierung eines vollständigen Episods der heiligen Familie. Die Figur des San Joaquín zeigt einen älteren Mann in kontemplativer Haltung. Die Skulpturengruppe von Santa Ana stellt sie dar, wie sie der Jungfrau in ihrer Kindheit das Lesen beibringt. Die Details in den Gesichtern und die minutiöse Behandlung der Gewänder sind kennzeichnende Merkmale des erzählenden und emotionalen Stils von Roldán. Ihre Technik zeichnet sich durch die Verleihung tiefer Expressivität an die religiösen Figuren aus. ✨
Technische und symbolische Merkmale:- Material und Technik: Geschnitztes und polychrom bemaltes Holz, charakteristische Methode der spanischen Barockskulptur.
- Thematik: Devotionale Darstellung von San Joaquín und Santa Ana, die den familiären Zyklus vervollständigt.
- Stil: Detailgenauigkeit in den Gesichtsausdrücken und realistische Behandlung von Stoffen und Falten.
Das Werk von Luisa Roldán ist grundlegend, um die Entwicklung der spanischen Skulptur des 17. Jahrhunderts zu verstehen.
Das Erbe einer Pionierin sichtbar machen
Diese Akquisition ermöglicht es dem Museum, ein umfassenderes Ensemble der Produktion einer der wenigen anerkannten Bildhauerinnen des Barock zu zeigen. Luisa Roldán erreichte den Posten der Kammerbildhauerin für die Könige Carlos II und Felipe V, eine außergewöhnliche Position für eine Frau ihrer Zeit. Durch die Aufnahme dieser Stücke bewahrt die Institution nicht nur Erbe, sondern wertet auch die Rolle der Künstlerinnen in der Geschichte auf. 👩🎨
Historische Relevanz der Akquisition:- Anerkennung: Stärkt die Präsenz einer Künstlerin in den staatlichen Sammlungen für alte Kunst.
- Kontext: Luisa Roldán arbeitete für den Hof, was die Qualität und Relevanz ihres Werks belegt.
- Bildung: Bietet einen vollständigeren Blick auf die Skulpturenproduktion der Barockzeit.
Die kommende Ausstellungsherausforderung
Mit den neuen Stücken in seinen Beständen steht das Museo Nacional de Escultura nun vor der Herausforderung, ihren endgültigen Platz zu bestimmen. Eine bewertete Option ist, sie in der Nähe von Werken anderer großer Barockmeister zu platzieren. Dieser Ansatz zielt darauf ab, einen kohärenten künstlerischen Dialog zu schaffen und zu verhindern, dass die Skulpturen isoliert in der Weite der Säle wirken. Die Integration soll das Erlebnis des Besuchers steigern und den Beitrag von La Roldana kontextualisieren. 🖼️