Das Cervantes-Institut bewahrt ein Erbe für die 600 Jahre des Roma-Volks in Spanien auf

Veröffentlicht am 21. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Fotografía de la antigua cámara acorazada de la Caja de las Letras del Instituto Cervantes en Madrid, donde se almacenan legados culturales.

Das Instituto Cervantes bewahrt ein Erbe für die 600 Jahre des Roma-Volkes in Spanien

Die Caja de las Letras des Instituto Cervantes nimmt eine besondere Einlage auf, um die sechshundert Jahre seit der Ankunft des Roma-Volkes auf spanischem Territorium zu markieren. Diese symbolische Geste, die in dem Tresor der madrilenischen Zentrale aufbewahrt wird, soll anerkennen und sichtbar machen, die tiefe Spur, die diese Gemeinschaft im Land hinterlassen hat. 🗝️

Historische Objekte, die eine Erinnerung versiegeln

Der Inhalt des Erbes umfasst Stücke von unermesslichem historischen und kulturellen Wert. Diese Elemente werden dauerhaft in der Box Nummer 1460 der Institution erhalten, um sicherzustellen, dass zukünftige Generationen diese geteilte Erbschaft kennenlernen können.

Elemente, die im Tresorraum hinterlegt wurden:
  • Ein Faksimile des Salvoconducto, das König Johann II. von Aragón am 12. Januar 1425 einem Roma-Pilger namens Tomás ausstellte. Dieses Papier ist der erste dokumentarische Beweis für die Anwesenheit von Roma auf der Halbinsel.
  • Ein Originalexemplar des Diccionario de la lengua gitana española, veröffentlicht 1867 von Francisco de Sales Mayo, ein grundlegendes Werk zum Studium des Caló.
  • Eine Anthologie von Gedichten der zeitgenössischen Schriftstellerin Susana Vegas, die die aktuelle literarische Stimme der Roma repräsentiert.
Seit ihrer dokumentierten Ankunft im Jahr 1425 hat das Roma-Volk die Geschichte und Kultur Spaniens mit seinen Beiträgen bereichert.

Eine institutionelle Handlung mit Bedeutung

Die Zeremonie zur Hinterlegung dieses Erbes zählte mit der Anwesenheit Schlüsselpersonen, was die Bedeutung unterstreicht, die diesem Meilenstein beigemessen wird. Die Handlung zielte nicht nur darauf ab, Objekte zu bewahren, sondern auch eine lebendige Geschichte von sechs Jahrhunderten zu feiern.

Teilnehmer und Vertreter bei der Veranstaltung:
  • Luis García Montero, Direktor des Instituto Cervantes, der die Veranstaltung leitete.
  • Rita Bosaho, Generaldirektorin für ethnisch-rassische Vielfalt der Regierung.
  • Delegierte des Consejo Estatal del Pueblo Gitano und der Fundación Instituto de Cultura Gitana.

Erhalten, um die Zukunft anzuerkennen

Diese Einlage in die Caja de las Letras geht über die symbolische Handlung hinaus. Indem es diese Dokumente bewahrt, schützt das Instituto Cervantes nicht nur ein historisches Erbe, sondern öffnet auch einen Dialog über den kontinuierlichen Beitrag des Roma-Volkes zur spanischen kulturellen Identität. Die Botschaft ist klar: Die Anerkennung der Vergangenheit ist essenziell, um eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. ✨