
Das Geschäftsmodell hinter den Dropshipping-Shops mit viralen Produkten
Zahlreiche Online-Shops entstehen, um Artikel zu verkaufen, die auf Plattformen wie TikTok populär werden. Diese Seiten zeigen ein sauberes Webdesign und versprechen schnelle Lieferungen zu niedrigen Preisen, um Impulskäufe anzuziehen. Ihr operativer Kern ist jedoch das Dropshipping, ein System, bei dem der Shop nicht lagert, was er verkauft. 🛒
Wie der Kaufprozess wirklich funktioniert
Wenn ein Nutzer bezahlt, fungiert der Shop nur als Vermittler. Er leitet die Bestelldaten an einen externen Lieferanten weiter, der meist in China ansässig ist. Dieser Lieferant stellt her, verpackt und versendet den Artikel direkt an die Adresse des Endkunden. Der Shop sieht die Ware, die er verkauft, nie physisch und berührt sie nicht.
Der typische Zyklus eines Kaufs:- Der Kunde sieht eine Anzeige in sozialen Medien und kauft im Online-Shop.
- Der Shop leitet die Bestellung und die Zahlung an seinen Lieferanten in Asien weiter.
- Der Lieferant bereitet das Paket vor und versendet es, oft mit einem günstigen Postdienst.
- Der Käufer wartet Wochen auf ein Produkt, das stark vom Bewerbungsmaterial abweichen kann.
Die angekündigte schnelle Lieferung wird selten eingehalten. Die tatsächlichen Wartezeiten widersprechen oft vollständig den auf der Kaufseite angegebenen Informationen.
Die versteckten Probleme für den Verbraucher
Dieses Modell erzeugt zwei große Reibungen für den Käufer: extreme Verzögerungen und Mangel an Kontrolle über die Qualität. Die angekündigten Lieferfristen in Tagen werden zu Wartezeiten von mehreren Wochen oder sogar Monaten, da das Produkt von einem anderen Kontinent reist.
Häufige Herausforderungen, denen der Käufer begegnet:- Täuschende Lieferfristen: Die tatsächliche Verzögerung frustriert den Kunden, der bereits bezahlt hat und sein Paket bald erwartet.
- Inkonsistente Qualität: Das gelieferte Artikel verwendet oft billige Materialien und stimmt nicht mit den Werbebildern oder -videos überein.
- Mangelnder After-Sales-Support: Wenn das Produkt defekt ankommt, ist eine Rücksendung oder Garantieanspruch fast unmöglich. Der Kundenservice reagiert langsam oder verschwindet.
Das Endergebnis für den Nutzer
Der Käufer bleibt mit einem Gadget von zweifelhaftem Nutzen sitzen, das einen Monat zur Lieferung brauchte und nicht zurückgegeben werden kann. In der Zwischenzeit bewirbt der ursprüngliche Shop bereits das nächste virale Produkt und wiederholt den Zyklus mit neuen Käufern. Dieses Modell priorisiert schnelle Verkaufsvolumina über Kundenzufriedenheit und -bindung. ⚠️