Das Geheimnis von Mengollo: Tragödie in Asturien im Jahr achtzehnhundertvierundfünfzig

Veröffentlicht am 24. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Ruinas de piedra cubiertas de musgo y vegetación en un valle montañoso asturiano, con una atmósfera brumosa y melancólica que evoca el abandono del pueblo de Mengollo.

Das Geheimnis von Mengollo: Tragödie in Asturien im Jahr 1854

Im 19. Jahrhundert prägte ein schockierendes Ereignis für immer eine kleine Gemeinschaft in den Bergen von Asturien. 🏔️ Das Dorf Mengollo, im Bezirk Quirós gelegen, erlebte 1854 eine tragische Episode, als seine gesamte Bevölkerung plötzlich in ihren Häusern starb, ohne Anzeichen von Kampf oder Angriff. Dieses Ereignis, das dokumentiert ist, erregte große Aufregung und löste Debatten darüber aus, was wirklich passiert sein könnte.

Die offizielle Untersuchung: Eine kollektive Vergiftung

Die Behörden, die den Fall untersuchten, schlugen eine wissenschaftlich fundierte Ursache vor. Ihre Hauptfeststellung war eine massive Vergiftung. Die Hypothese konzentrierte sich auf den Mutterkornpilz des Roggens, einen parasitären Pilz, der dieses Getreide kontaminiert. Beim Mahlen des infizierten Getreides zum Brotbacken wurden die Toxine, genannt Alkaloide, freigesetzt. Wer dieses Lebensmittel verzehrte, litt unter schrecklichen Symptomen, die Krämpfe, Gangrän und in schweren Fällen den Tod einschließen konnten. Diese Vergiftung ist als Antoniusfeuer oder Ergotismus bekannt, was die Abwesenheit sichtbarer Verletzungen an den Leichen erklären würde. 🍞

Hauptmerkmale des Ergotismus:
  • Verursacht durch den Pilz Claviceps purpurea, der den Roggen parasitiert.
  • Die Alkaloide verursachen neurotoxische und vasokonstriktorische Effekte.
  • Im Mittelalter führte er zu epidemischen Ausbrüchen, bekannt als „heiliges Feuer“.
„Die Grenze zwischen dokumentierter Geschichte und Volkslegende verschwimmt in Mengollo.“

Die Volksüberlieferung: Eine übernatürliche Strafe

Gegenüber der wissenschaftlichen Erklärung webte die mündliche Tradition eine ganz andere Geschichte. Die Legende, die über Generationen weitergegeben wurde, bevorzugt die Erzählung einer göttlichen Strafe, eines Fluchs oder eines paranormalen Ereignisses, das die Gemeinschaft auf rätselhafte und schnelle Weise auslöschte. Diese Version verwandelt Mengollo in einen Ort, der von Mysterium durchdrungen ist, wo Rationales und Legendäres verschmelzen.

Schlüsselelemente der Legende:
  • Es wird von einem unerklärlichen Fluch gesprochen, der über das Dorf kam.
  • Das Verschwinden war so plötzlich, dass es übernatürlichen Kräften zugeschrieben wurde.
  • Die mündliche Überlieferung hielt die Erinnerung an das Ereignis als warnendes Narrativ am Leben.

Das aktuelle Erbe: Ruinen und Stille

Heute findet, wer sich an den Ort wagt, nur noch Steinereste, die vom Unkraut überwuchert sind. Ein tiefes Schweigen beherrscht die Landschaft, ein stummer Zeuge, der zu bestätigen scheint, dass – sei es durch einen Pilz oder einen Fluch – etwas endgültig dem Leben in diesem abgelegenen Winkel der asturischen Berge ein Ende setzte. Das Geheimnis von Mengollo hält an, lebendig in den Archiven und im Echo der Legenden. 🍃