
In einer Welt, in der die Technologie ständig die Grenzen des Möglichen neu definiert, erweist sich der 3D-Druck mit Metallen als eine der transformierendsten Innovationen. Dank Kollaborationen wie der von Siemens Digital Industries Software und der University of Michigan wird diese Technologie einem breiteren Publikum zugänglich gemacht durch kostenlose Online-Kurse. Eines dieser Programme, betitelt Einführung in den 3D-Druck mit Metallen, zielt darauf ab, das Wissen zu demokratisieren und die nächste Generation von Ingenieuren auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Ein Kurs, der die Spielregeln verändert
Der Kurs, geleitet vom Professor Chinedum Okwudire, umfasst fünf Module, die von fortgeschrittenen Techniken wie der gerichteten Energiedeposition (DED) und der Laser-Pulver-Schmelzfügung (LPBF) bis hin zu weniger bekannten Prozessen wie Material-Jetting und Rührreibschweißen reichen. Mit einer Dauer von etwa 17 Stunden lehrt dieses Programm nicht nur Theorie, sondern bietet auch praktische Erfahrungen durch den Einsatz von erweiterter Realität (AR), um komplexe Prozesse zu visualisieren.
"Der 3D-Druck mit Metallen hat das Potenzial, ganze Industrien zu revolutionieren, aber um dies zu erreichen, brauchen wir eine qualifizierte und vielfältige Belegschaft." - Aaron Frankel, Siemens.

Das transformative Potenzial des 3D-Drucks
Laut Aaron Frankel, Vizepräsident für Fertigungs- und Additivfertigungslösungen bei Siemens, ermöglicht diese Technologie nicht nur die Erstellung komplexer Formen und die Massenanpassung von Produkten, sondern hat auch die Macht, ganze Industrien zu transformieren. Um dieses Potenzial zu entfalten, ist es jedoch entscheidend, über Fachkräfte zu verfügen, die sowohl die Vorteile als auch die Herausforderungen des 3D-Drucks mit Metallen verstehen.
- Komplexe Formen: Erstellung von Designs, die mit traditionellen Methoden unmöglich sind.
- Personalisierung: Maßgeschneiderte Produktion für spezifische Bedürfnisse.
- Industrielle Transformation: Auswirkungen auf Sektoren wie Medizin, Luftfahrt und Automobilindustrie.
Demokratisierung des Wissens
Eines der Hauptziele des Kurses ist es, ein globales und vielfältiges Publikum zu erreichen. Professor Okwudire betont die Bedeutung, die Beteiligung von Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen an dieser transformierenden Technologie zu fördern. Mit der Unterstützung von Siemens zielt das Programm nicht nur darauf ab zu bilden, sondern auch eine gerechtere und inklusivere Zukunft im Bereich der Additivfertigung aufzubauen.
Praktisches und zugängliches Lernen
Der Kurs beschränkt sich nicht auf Theorie. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, Design, Nachbearbeitung zu erkunden und Einblicke von Branchenprofis zu erhalten. Darüber hinaus ermöglicht die Einbindung von erweiterter Realität (AR) es den Studierenden, Prozesse besser zu visualisieren und zu verstehen, was die Entscheidungsfindung darüber erleichtert, welches 3D-Druckverfahren am besten zu ihren Bedürfnissen passt.
- Design und Nachbearbeitung: Schlüsselaspekte zur Beherrschung der Technologie.
- Erweiterte Realität: Werkzeug für besseres Verständnis.
- Professionelle Einblicke: Lernen basierend auf realer Erfahrung.
Eine zukunftsweisende Strategie
Siemens ist kein Neuling in der Online-Bildung. Das Unternehmen hat Kurse wie Einführung in Solid Edge und Angewandte Computational Fluid Dynamics angeboten, unter anderem. Diese Strategie zielt nicht nur darauf ab, das Wissen über digitale Tools zu erweitern, sondern auch die potenzielle Kundenbasis für seine Produkte zu vergrößern. Indem es diese Tools zugänglicher macht, profitiert Siemens sowohl der Industrie als auch sich selbst.
Die Bedeutung der Demokratisierung des Wissens
Der 3D-Druck bleibt ein spezialisiertes Feld mit nur etwa zwei Millionen Fachkräften weltweit. Je mehr Menschen jedoch diese Technologie verstehen und nutzen, desto größer wird ihr Einfluss. Die Entmystifizierung des 3D-Drucks ist entscheidend, um sein Wachstum zu beschleunigen. Ein vollständiges Kursangebot, das alle Aspekte dieser Technologie abdeckt, wäre eine unschätzbare Ressource für die Industrie.
"Wenn die Industrie zusammenarbeiten würde, um einen vollständigen Lernpfad zu schaffen, würden viele Einstiegshürden eliminiert und die Adoption dieser Technologie beschleunigt."
Ein Aufruf zur Zusammenarbeit
Obwohl es bereits nützliche Kurse von Institutionen wie dem MIT, Purdue und anderen gibt, gibt es noch viel zu tun. Zum Beispiel wäre ein Kurs zum sicheren Umgang mit Pulvern im 3D-Druck äußerst wertvoll. Spezialisierte Programme für die Fertigung medizinischer Geräte, dentale Anwendungen oder sogar Großformatdruck könnten das Wachstum in diesen Sektoren vorantreiben. Was fehlt, ist ein umfassender Kurs, der einen Anfänger von null bis zur Fähigkeit bringt, etwas so Komplexes wie ein Hüftimplantat zu drucken.
Eine vielversprechende Zukunft
Wenn die Industrie zusammenarbeiten würde, um einen vollständigen Lernpfad zu schaffen, würden viele Einstiegshürden eliminiert und die Adoption dieser Technologie beschleunigt. In der Zwischenzeit legen Initiativen wie die von Siemens und der University of Michigan den Grundstein für eine Zukunft, in der der 3D-Druck mit Metallen für alle zugänglich ist. Diese Bemühungen nützen nicht nur den beteiligten Unternehmen, sondern fördern auch den Fortschritt der gesamten Industrie.
- Zusammenarbeit: Schlüssel zum Wachstum der Technologie.
- Umfassende Bildung: Notwendig, um Hürden zu beseitigen.
- Globaler Einfluss: Vorteile für Industrie und Gesellschaft.