3D-Druck inspiriert von der Natur

Veröffentlicht am 23. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Impresora 3D de crecimiento en acción, mostrando una pieza de polímero en proceso de solidificación, con formas simétricas como piñas y frambuesas en un laboratorio moderno.

Ein neues 3D-Druckverfahren inspiriert von der Natur

Forscher des Beckman-Instituts für fortschrittliche Wissenschaft und Technologie haben ein revolutionäres 3D-Druckverfahren namens Wachstumsdruck entwickelt. Diese Technik, die in der Zeitschrift Advanced Materials detailliert beschrieben wird, ermöglicht die Herstellung von Polymerteilen mit einer Geschwindigkeit von 1 Millimeter pro Sekunde, ohne die Formen oder teure Ausrüstung, die mit traditionellen Fertigungsverfahren verbunden sind. Inspiriert vom natürlichen Wachstum von Pflanzen wie Bambus, eröffnet dieser Prozess neue Möglichkeiten in der Fertigungsbranche.

Ein schneller und effizienter Prozess

Das Verfahren, bekannt als Frontpolymerisation mit Ringöffnung (FROMP), besteht darin, eine flüssige Harz (Dicyclopentadien) auf 70°C an einem zentralen Punkt zu erhitzen, was eine chemische Reaktion auslöst, die sich nach außen ausbreitet und das Material verfestigt. Dieser selbsttragende Prozess ist etwa 100 Mal schneller als Desktop-3D-Drucker und verbraucht eine minimale Menge Energie, was ihn hoch effizient macht.

Das Material formen wie bei der Glasbläserei

Eine der faszinierendsten Eigenschaften dieser Technik ist die Fähigkeit, das Material während der Verfestigung zu manipulieren. Die Forscher können das entstehende Stück anheben, eintauchen oder drehen, um verschiedene Formen zu erzeugen, ähnlich wie bei der Arbeit mit Glasbläserei. Dies hat die Erstellung symmetrischer Objekte wie Ananas, Himbeeren und Kürbisse ermöglicht und die Vielseitigkeit des Verfahrens demonstriert.

"Der Wachstumsdruck ist nicht nur schneller, sondern bietet auch eine einzigartige Möglichkeit, komplexe Objekte effizient zu erzeugen."

Versprechende Anwendungen in der Industrie

Professor Sameh Tawfick, Leiter des Projekts an der University of Illinois Urbana-Champaign, sieht großes Potenzial für diese Technologie bei der Fertigung großer polymerbasierter Produkte wie Windkraftrotorblätter. Finanziert vom US-Energieministerium, zielt das Projekt darauf ab, eine kostengünstigere und praktischere Alternative zu traditionellen Methoden wie Spritzguss zu bieten, insbesondere für großformatige Teile.

Einschränkungen und zukünftige Herausforderungen

Obwohl die Technik innovativ ist, ist sie nicht ohne Einschränkungen. Derzeit funktioniert sie am besten mit achsensymmetrischen Formen und steht vor Herausforderungen bei der Erstellung komplexerer Geometrien wie perfekter Würfel oder komplizierter Kurven. Dennoch sind die Forscher zuversichtlich, dass diese Barrieren mit der Zeit überwunden werden können und die Anwendungen dieser Technologie erweitert werden.

Zusammenfassend stellt dieser Fortschritt nicht nur eine schnellere und effizientere Alternative zu traditionellen Methoden dar, sondern inspiriert auch neue Denkweisen in der Fertigung von Objekten. Indem natürliche Prozesse nachgeahmt und Chemie mit Ingenieurwesen kombiniert werden, könnte der Wachstumsdruck ganze Industrien revolutionieren und nachhaltigere und skalierbare Lösungen für die Produktion von Polymerteilen bieten.