Chaos adoptiert HIP, um AMD-Beschleunigung in V-Ray GPU freizusetzen

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Diagrama técnico mostrando la arquitectura HIP de AMD integrada en V-Ray GPU con comparativas de rendimiento entre tarjetas Radeon y GeForce

Die Revolution des plattformübergreifenden Renderings

Chaos hat offiziell angekündigt die Übernahme von HIP (Heterogeneous-compute Interface for Portability) in V-Ray GPU, eine strategische Maßnahme, die endlich die AMD-Beschleunigung freisetzt in seinem Rendering-Engine. Diese Integration ermöglicht es Nutzern von AMD Radeon- und Instinct-Karten ihre volle Rechenleistung ohne intermediäre Übersetzungsschichten zu nutzen und markiert einen historischen Wendepunkt in der Demokratisierung des GPU-Renderings.

Die Implementierung von HIP stellt die eleganteste technische Antwort auf das bislang fast absolute Dominanz von NVIDIA CUDA im professionellen Rendering-Ökosystem dar. Erste Benchmarks zeigen spektakuläre Leistungssteigerungen auf AMD-Hardware, die sich annähern oder in einigen Fällen sogar die Leistung vergleichbarer NVIDIA-Konfigurationen übertreffen. Dieses Update macht V-Ray GPU effektiv zu einem wahrhaft hardwareagnostischen Engine.

Das GPU-Rendering ist gerade mehrsprachig geworden und spricht die Sprache jeder Grafikkarte

Was ist HIP und warum ist es wichtig?

HIP (Heterogeneous-compute Interface for Portability) ist die parallele Computing-Plattform, die von AMD entwickelt wurde und es ermöglicht, C++-Code zu schreiben, der effizient sowohl auf AMD- als auch auf NVIDIA-GPUs ausgeführt werden kann. Die Schönheit von HIP liegt in seiner automatischen Übersetzungsfähigkeit: Code, der in HIP geschrieben wurde, kann direkt für AMD-Plattformen kompiliert werden, während er für NVIDIA-Hardware automatisch in CUDA übersetzt wird und dabei fast 100% der nativen Leistung in beiden Fällen beibehält.

Für Rendering-Studios bedeutet dies, dass eine einzige Codebasis jede verfügbare Hardwarekombination nutzen kann und die technologische Fragmentierung beseitigt wird, die bisher zwang, zwischen inkompatiblen Ökosystemen zu wählen. Die Implementierung in V-Ray ist besonders ausgeklügelt und ermöglicht sogar hybride Konfigurationen, die AMD- und NVIDIA-Karten in derselben Maschine kombinieren.

Sofortiger Einfluss auf die Leistung

Die ersten Leistungstests mit den neuen AMD Radeon RX 7000 Series und AMD Instinct MI200/300 zeigen dramatische Verbesserungen. In komplexen Szenen mit globaler Beleuchtung berichten Nutzer von Beschleunigungen von 3x bis 5x im Vergleich zur vorherigen OpenCL-basierten Implementierung. Besonders bedeutsam ist, dass der Leistungspro-Dollar-Wert der AMD-Lösungen nun direkt mit vergleichbaren NVIDIA-Optionen konkurriert, insbesondere im High-End-Segment.

Für Studios mit gemixten Rendering-Farmen bedeutet das Update, die gesamte verfügbare Hardware ohne Leistungseinbußen nutzen zu können. Benchmarks zeigen, dass die Radeon PRO W7900 und Instinct MI250X besonders in Szenen mit großen Mengen an Texturen und komplexer Geometrie eine außergewöhnliche Leistung erbringen.

Wenn die Leistung nicht mehr vom Hersteller abhängt, gewinnen alle

Vorteile für verschiedene Nutzerprofile

Für unabhängige Künstler und kleine Studios bedeutet HIP günstigere Optionen auf dem Gebrauchtmarkt und mehr Flexibilität beim Aufbau neuer Workstations. Die Radeon RX Series bieten nun eine sehr attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger ins professionelle Rendering.

Große Studios und Rendering-Farmen profitieren von der Fähigkeit, heterogene Hardware zu mischen und speziell für Hochleistungs-Computing entwickelte AMD Instinct-Lösungen zu nutzen. Die verbesserte Energieeffizienz der neuen AMD-Architekturen führt auch zu geringeren Betriebskosten im großen Maßstab.

Integration in das bestehende Ökosystem

Die HIP-Implementierung in V-Ray behält vollständige Kompatibilität mit allen bestehenden Engine-Features, einschließlich V-Ray Enmesh, Chaos Scatter und dem neuen AI Denoiser. Nutzer können nahtlos zwischen verschiedenen Hardwarekonfigurationen wechseln, ohne ihre etablierten Workflows zu beeinträchtigen. Das Speichermanagement wurde optimiert, um die großen VRAM-Mengen in High-End-AMD-Karten auszunutzen.

Die Ray-Tracing-Unterstützung funktioniert nativ auf kompatibler AMD-Hardware und nutzt die dedizierten Raytracing-Beschleuniger in den RDNA 2- und 3-Architekturen. Nutzer von AMD Ryzen mit integrierter Grafik können sogar diese CPUs als zusätzliche Rendering-Geräte in hybriden Konfigurationen einsetzen.

Auswirkungen auf den professionellen Markt

Dieser Schritt von Chaos zersplittert signifikant das fast monopolartige NVIDIA-Dominanz im professionellen Rendering-Bereich. Studios haben nun echte Verhandlungsstärke bei neuen Hardwareanschaffungen, und der Wettbewerb zwischen Herstellern wird sich wahrscheinlich verschärfen, was Endnutzer mit besseren Preisen und mehr Innovation begünstigt.

Für AMD stellt dies einen entscheidenden strategischen Sieg in seinem Bestreben dar, den professionellen Content-Erstellungsmarkt zu erobern. Dass ein so wichtiger Akteur wie Chaos offiziell seine parallele Computing-Technologie übernimmt, validiert ihren technischen Ansatz und könnte die HIP-Adoption in anderen Branchenanwendungen beschleunigen.

In der Technologie geht es bei Wettbewerb nicht nur um Preise, sondern um die Freiheit der Wahl ohne Leistungseinbußen

Konfiguration und Best Practices

Nutzer, die auf die neue HIP-unterstützte Version umsteigen, finden einen vereinfachten Konfigurationsprozess. V-Ray erkennt die verfügbare Hardware automatisch und optimiert die Einstellungen entsprechend den spezifischen Fähigkeiten jedes Geräts. Um die Leistung zu maximieren, wird empfohlen, auf die neuesten AMD Pro Edition-Treiber zu aktualisieren und eine ausreichende Kühlung sowie Stromversorgung sicherzustellen, insbesondere bei Multi-GPU-Konfigurationen.

Bestehende Szenen rendern automatisch schneller ohne Modifikationen, obwohl einige Nutzer Materialkonfigurationen überprüfen könnten, die speziell für die fortschrittlichen Features der neuen AMD-Architekturen optimiert sind.

Die Zukunft des plattformübergreifenden Renderings

Die HIP-Übernahme durch Chaos setzt einen wichtigen Präzedenzfall für die gesamte 3D-Grafikindustrie. Wahrscheinlich werden andere Rendering-Engines folgen und die Übergang zu offenen Standards in der parallelen Computing beschleunigen. Nutzer können eine Zukunft erwarten, in der die Hardwarewahl von persönlichen Vorlieben, Budget und spezifischen Projektanforderungen abhängt, nicht von künstlichen technologischen Einschränkungen.

Für Chaos festigt dieser Schritt ihre Position als Unternehmen, das technologische Flexibilität und Zugänglichkeit priorisiert – Werte, die bei einer immer diverseren Nutzerbasis in Bezug auf Hardware und Budget stark resonieren werden.

Es scheint, als hätte im Rendering-Welt die Grafikkarten-Krieg einen Kämpfer bekommen, der auf allen Fronten kämpfen kann 🚀