
In einem Meilenstein für die Automobilindustrie hat Bosch eine neue Anlage für 3D-Druck aus Metall in Nürnberg, Deutschland, eröffnet. Diese Initiative positioniert das Unternehmen als ersten Tier-1-Lieferanten in Europa, der Ausrüstung dieser Kategorie betreibt, mit einer Investition von etwa sechs Millionen Euro.
Eine Drucker der neuesten Generation
Das Herz dieser Anlage ist der Drucker Nikon SLM Solutions NXG XII 600, ausgestattet mit zwölf Lasern, die die Herstellung metallischer Komponenten bis zu fünfmal schneller als traditionelle Technologien ermöglichen. Dieses System beschleunigt nicht nur die Produktion, sondern bietet auch eine beispiellose Präzision bei der Erstellung komplexer Teile.
Vielseitige und nachhaltige Anwendungen
Der neue Drucker ist dafür ausgelegt, Teile für eine breite Palette von Anwendungen herzustellen, von Wasserstoffsystemen über Gehäuse für Elektromotoren bis hin zu Rennmotorblöcken. Unter Verwendung von computergestützten Design-Dateien schmilzt das System Metallpulver schichtweise, was die Erstellung intriger interner Strukturen und gekrümmter Kanäle ermöglicht, die mit konventionellen Methoden unmöglich wären.
Diese Technologie erhöht nicht nur die Nachhaltigkeit in der Produktion, sondern ermöglicht es uns auch, flexibel auf Schwankungen in den Losgrößen zu reagieren.
Alexander Weichsel, Geschäftsführer des Werks in Nürnberg, betont, dass diese Technologie die Notwendigkeit komplexer Formen eliminiert und die Lieferzeiten erheblich verkürzt, sodass fertige Komponenten in wenigen Tagen hergestellt werden können.
Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit
Die Anlage stellt nicht nur einen Fortschritt in der Automobilfertigung dar, sondern hat auch potenzielle Anwendungen in Sektoren wie Energie und Luftfahrt. Darüber hinaus arbeitet das System mit minimalem Materialverbrauch, was zur Ressourcenschonung und nachhaltigeren Produktion beiträgt.
- Produktionskapazität: bis zu 10.000 Kilogramm Teile pro Jahr.
- Fertigungszeit: bis zu 1.000 Kubikzentimeter pro Stunde.
- Reduzierung der Produktionszeiten: bis zu 60 % im Vergleich zu traditionellen Methoden.
Ein Schritt in die Zukunft der Fertigung
Mit dieser Investition verbessert Bosch nicht nur seine Fähigkeit, komplexe Teile effizient zu produzieren, sondern setzt auch einen Präzedenzfall in der Industrie. Die Kombination aus Geschwindigkeit, Präzision und Nachhaltigkeit zeigt, wie Innovation traditionelle Fertigungsprozesse transformieren und neue Möglichkeiten für die Zukunft eröffnen kann.